IREN Aktie: Langsamer Sinkflug?
IREN verfehlt Umsatzerwartungen deutlich und meldet hohen Verlust, während die strategische Neuausrichtung auf KI-Infrastruktur voranschreitet.

- Umsatz deutlich unter Analystenerwartungen
- Nettoverlust von 155 Millionen US-Dollar
- Finanzierung für Microsoft-GPU-Deal gesichert
- Aktie verliert nach Zahlen elf Prozent
IREN liefert operativ Fortschritte beim Schwenk Richtung KI-Cloud – doch die Quartalszahlen passten nicht dazu. Vor allem der Umsatz verfehlte die Erwartungen deutlich. Entsprechend fiel die Marktreaktion hart aus.
Wichtige Punkte auf einen Blick:
– Umsatz klar unter Konsens: 184,7 Mio. USD statt erwarteter 229,65 Mio. USD
– Sequenzieller Rückgang zum Vorquartal: 240,3 Mio. USD → 184,7 Mio. USD
– Aktie nach Zahlen rund 11% tiefer
– Finanzierungspaket für Microsoft-GPU-Vertrag: 3,6 Mrd. USD (unter 6% Zins) plus 1,9 Mrd. USD Vorauszahlungen
Zahlen verfehlen die Latte
Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 (Veröffentlichung: Heute) meldete IREN einen Umsatz von 184,7 Mio. USD. Damit lag das Unternehmen laut den im Markt kursierenden Schätzungen deutlich unter den Erwartungen. Zum Vorquartal ging der Umsatz zudem spürbar zurück, während IREN Ressourcen in Richtung KI-Infrastruktur verschiebt.
Unterm Strich stand ein Nettoverlust von 155,4 Mio. USD. Im Vorquartal hatte IREN noch 384,6 Mio. USD Gewinn ausgewiesen. Auch das bereinigte EBITDA gab nach: von 91,7 Mio. USD auf 75,3 Mio. USD.
Sondereffekte drücken das Ergebnis
Das Quartal wurde laut Unternehmensangaben stark von nicht zahlungswirksamen und einmaligen Effekten geprägt. Genannt wurden unter anderem:
– Unrealisierte Verluste auf Finanzinstrumente von rund 219,2 Mio. USD
– Wertminderungen auf Mining-Hardware von 31,8 Mio. USD im Zuge des Übergangs von ASIC zu GPU
– Aktienbasierte Vergütung von 58,2 Mio. USD
– Teilweise Gegenwirkung durch einen Steuervorteil von 182,5 Mio. USD
Fortschritte bei Finanzierung und Ausbau
Trotz des Umsatzdämpfers betonte IREN die strategischen Schritte beim KI-Cloud-Umbau. Für den Microsoft-Vertrag sicherte sich das Unternehmen 3,6 Mrd. USD an GPU-Finanzierung zu einem Zinssatz von unter 6% pro Jahr. Zusammen mit 1,9 Mrd. USD an Vorauszahlungen von Microsoft sollen damit 95% der GPU-bezogenen Investitionen für diesen Vertrag abgedeckt sein.
Zudem kündigte IREN einen neuen 1,6-GW-Rechenzentrum-Campus in Oklahoma an. Damit steigt das gesicherte, netzangebunden verfügbare Stromportfolio auf über 4,5 GW.
Zur Liquidität meldete das Unternehmen 2,8 Mrd. USD an Cash und Cash-Äquivalenten (Stand: gestern, 31. Januar). Im laufenden Geschäftsjahr seien insgesamt mehr als 9,2 Mrd. USD an Finanzierungen gesichert worden – unter anderem über Kundenvorauszahlungen, Wandelanleihen und GPU-Finanzierung.
Kursreaktion und Bitcoin-Einfluss
Nach der Veröffentlichung rutschte die Aktie laut Marktdaten um etwa 11% ab und stand danach weiter unter Druck. Zusätzlich belastete ein schwächerer Bitcoin-Kurs, der im selben Zeitraum auf mehrmonatige Tiefs fiel.
Wie stark IREN kurzfristig am Kryptomarkt hängt, zeigt die Umsatzstruktur: Im Quartal bis 31. Dezember 2025 entfielen laut einem Bericht 90% der Erlöse weiterhin auf Bitcoin-Mining – trotz des laufenden Umbaus Richtung KI-Cloud. Kann der KI-Teil das Unternehmen damit schon spürbar unabhängiger machen? Kurzfristig offenbar noch nicht.
Im Ausblick hält IREN an der Planung fest, mit der anvisierten Erweiterung auf 140.000 GPUs bis Ende 2026 (Kalenderjahr) 3,4 Mrd. USD an jährlich wiederkehrendem Umsatz (ARR) zu erreichen. Das Management betonte außerdem, dass dafür nur rund 10% der gesicherten Stromkapazität benötigt würden.
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