IREN Aktie: Perplexity bleibt über Jahre an Bord

Perplexity nutzt künftig IRENs NVIDIA-GPU-Kapazitäten; der Quartalsbericht am 5. November soll Umsatz und Ergebnis des KI-Geschäfts zeigen.

Die Kernpunkte:
  • Mehrjährige GPU-Vereinbarung mit Perplexity
  • Blackwell-Ultra-Kapazität für KI-Agenten
  • KI-Cloud-Umsatz übertraf Bitcoin-Mining
  • B. Riley senkte das Kursziel

IREN baut die Zusammenarbeit mit Perplexity aus: Am Freitag kündigte das Unternehmen eine mehrjährige Vereinbarung über den Zugang zu NVIDIA Blackwell Ultra-GPUs an. Die Rechenkapazität soll die Modelle und Agenten hinter Perplexity Computer unterstützen. Für Anleger liefert der Vertrag einen konkreten Anhaltspunkt für die Nachfrage nach IRENs KI-Cloud-Angebot – in einem Umfeld wachsender Skepsis gegenüber KI-Infrastrukturinvestitionen.

Die Vereinbarung betrifft Kapazitäten an einem IREN-Rechenzentrumscampus. Sie knüpft an eine bestehende Kundenbeziehung an: Bereits in den am 27. August veröffentlichten Ergebnissen hatte IREN Perplexity als jüngsten KI-Cloud-Kunden genannt. Die Ankündigung vom Freitag konkretisiert damit die technische Grundlage und die mehrjährige Ausrichtung der Zusammenarbeit.

Rechenkapazität für Modelle und Agenten

IREN beschreibt Perplexity Computer als ein System, das Agenten koordiniert und Aufgaben auf Modelle verschiedener Anbieter verteilt. Die vereinbarten GPUs sollen die dafür eingesetzten Modelle und Agenten unterstützen. Im Mittelpunkt steht somit eine konkrete Anwendung der Rechenkapazität und nicht allein der Ausbau technischer Infrastruktur.

Für die Einordnung des Geschäfts ist dieser Unterschied wichtig. Eine benannte Kundenanwendung macht die Nachfrage greifbarer als allgemeine Erwartungen an den KI-Markt. Aus der mehrjährigen Laufzeit allein lässt sich allerdings noch keine Aussage über den Ergebnisbeitrag der Zusammenarbeit ableiten.

Wie relevant die KI-Cloud für IREN bereits geworden ist, zeigen die zuletzt berichteten Quartalsumsätze: Das Geschäft erzielte 70,5 Mio. Dollar und übertraf damit erstmals das Bitcoin-Mining mit 66,7 Mio. Dollar. Die Zusammenarbeit mit Perplexity betrifft folglich einen Bereich, der innerhalb des Unternehmens bereits erhebliches Gewicht besitzt.

Damit rückt neben dem klassischen Mining zunehmend die wirtschaftliche Entwicklung des KI-Geschäfts in den Vordergrund. Der Kundenvertrag ist dabei ein operativer Fortschritt, aber kein Ersatz für den Nachweis profitablen Wachstums.

Quartalsbericht muss wirtschaftliche Entwicklung zeigen

IREN will am 5. November die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 vorlegen. Erwartet werden ein Umsatz von 221,71 Mio. US-Dollar und ein Verlust von 0,76 US-Dollar je Aktie. Diese Schätzungen verdeutlichen, dass Nachfrage nach Rechenleistung und Profitabilität getrennt beurteilt werden müssen.

Auch B. Riley bleibt grundsätzlich zuversichtlich, hat seine Bewertung aber zurückgenommen. Das Analysehaus senkte am Freitag das Kursziel von 91 auf 64 US-Dollar und bestätigte seine Kaufempfehlung.

Für Anleger stehen damit zwei unterschiedliche Signale nebeneinander: Perplexity stärkt die operative Nachfragebasis, während das niedrigere Analystenziel vorsichtigere Bewertungserwartungen ausdrückt. Der angekündigte Quartalsbericht bietet den nächsten konkreten Anlass, die Entwicklung des KI-Cloud-Geschäfts an Umsatz und Ergebnis zu messen.

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