IREN Aktie: Positive Aussichten voraus!

IREN schließt 3,4-Milliarden-Dollar-Vertrag mit NVIDIA und kauft Mirantis für 625 Millionen. Quartalszahlen verfehlen Erwartungen, Aktie zeigt starke Wochenperformance.

Die Kernpunkte:
  • Fünfjahresvertrag mit NVIDIA über 3,4 Milliarden
  • Übernahme von Mirantis für 625 Millionen Dollar
  • Quartalsumsatz bleibt hinter Analystenschätzungen zurück
  • Aktie steigt um 34 Prozent in einer Woche

Eine Woche, die alles hatte: Rekordpartnerschaft, milliardenschwere Akquisition, europäische Expansion — und trotzdem ein Kursrückgang nach Zahlen. IREN hat in der Woche bis zum 8. Mai 2026 mehr strategische Weichen gestellt als die meisten Unternehmen in einem ganzen Jahr. Der Markt reagierte gespalten.

Quartalszahlen enttäuschen, KI-Sparte wächst

Die Q3-Zahlen für das Geschäftsjahr 2026 verfehlten die Erwartungen deutlich. Der Umsatz lag bei 144,8 Millionen Dollar — Analysten hatten knapp 220 Millionen Dollar erwartet. Das Mining-Geschäft brach auf 111,2 Millionen Dollar ein, nach 167,4 Millionen Dollar im Vorquartal. Der KI-Cloud-Bereich wuchs dagegen auf 33,6 Millionen Dollar, fast doppelt so viel wie im Vorquartal.

Das bereinigte EBITDA erreichte 59,5 Millionen Dollar bei einer Marge von 41 Prozent. Die Liquidität ist mit 2,6 Milliarden Dollar solide. Dennoch fiel die Aktie am 7. Mai zunächst um knapp sieben Prozent im regulären Handel, gefolgt von einem weiteren Rücksetzer im Nachbörsenhandel.

NVIDIA-Partnerschaft als strategischer Kern

Der eigentliche Paukenschlag kam einen Tag zuvor. IREN schloss einen Fünfjahresvertrag mit NVIDIA im Volumen von 3,4 Milliarden Dollar ab — NVIDIA erhält Zugang zu verwalteten GPU-Cloud-Diensten für interne KI-Workloads, beide Seiten planen den Aufbau von bis zu fünf Gigawatt Infrastruktur nach NVIDIAs DSX-Designs. IREN räumte NVIDIA außerdem das Recht ein, bis zu 30 Millionen Aktien zu einem Ausübungspreis von 70 Dollar je Aktie zu erwerben.

Die Reaktion war eindeutig: Die Aktie sprang nach der Ankündigung um 27 Prozent auf 72,09 Dollar. Insgesamt hat IREN bereits 3,1 Milliarden Dollar an jährlich wiederkehrendem Umsatz unter Vertrag — darunter 1,9 Milliarden Dollar von Microsoft und 700 Millionen Dollar von NVIDIA für Blackwell-GPUs, die Anfang 2027 anlaufen sollen.

Mirantis-Zukauf schließt Software-Lücke

Parallel dazu unterzeichnete IREN am 5. Mai eine Vereinbarung zur Übernahme von Mirantis, einem Anbieter von Kubernetes-basierter Cloud-Orchestrierung und Enterprise-Support. Der Kaufpreis beträgt 625 Millionen Dollar, vollständig in Aktien — womit der tatsächliche Wert direkt am IREN-Kurs hängt.

Mirantis bedient über 1.500 Unternehmenskunden weltweit und ist Gründungspartner der NVIDIA AI Cloud Ready Initiative. Der Zukauf füllt die Softwareschicht über IRENs Hardware- und Rechenzentrumsinfrastruktur — eine Lücke, die das Direktgeschäft mit Unternehmenskunden bisher erschwert hatte. Der Abschluss steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen.

Wachstumspfad bis 2028

IRENs Expansionspläne sind ehrgeizig: Für 2026 peilt das Unternehmen 480 Megawatt Kapazität mit 150.000 GPUs und 3,7 Milliarden Dollar jährlichem Umsatz an. Bis 2027 soll die Gesamtkapazität auf 1.210 Megawatt steigen, bis 2028 auf fünf Gigawatt — das Zehnfache des heutigen Niveaus. Die Akquisition der Nostrum Group sichert dabei 490 Megawatt in Spanien als europäische Basis.

Bernstein bewertet die Aktie mit „Buy“ und einem Kursziel von 75 Dollar, elf Analysten teilen diese Einschätzung im Konsens. Auf Eurobasis schloss die Aktie am Freitag bei 51,95 Euro — ein Wochenplus von fast 34 Prozent und ein Jahresgewinn von über 740 Prozent seit dem 52-Wochen-Tief. Das Risikobild bleibt allerdings komplex: Wandelanleihen von 3,7 Milliarden Dollar stehen auf der Passivseite, und der Übergang vom Mining zur KI-Infrastruktur drückt die Umsätze vorerst weiter.

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