IREN Aktie: Rückschritte vermeiden?
Die Aktie von IREN verzeichnet trotz Aufnahme in den MSCI USA Index deutliche Verluste. Grund sind enttäuschende Quartalszahlen und die strategische Neuausrichtung von Bitcoin-Mining auf KI-Cloud-Dienste.

- Starker Kursverlust trotz MSCI-Aufnahme
- Quartalszahlen verfehlen Analystenerwartungen deutlich
- Strategischer Wandel von Bitcoin zu KI-Cloud
- Microsoft-Deal als zentraler Hoffnungsträger
Die Aufnahme in den MSCI USA Index sollte ein Meilenstein sein – doch IREN Limited sackte am Tag der Umsetzung um 7,4 Prozent ab. Während die Aktie seit Wochen unter Druck steht, fragen sich Investoren: Ist die KI-Cloud-Wette des ehemaligen Bitcoin-Miners noch auf Kurs?
CoreWeave-Schock erfasst die Branche
Der KI-Infrastruktur-Sektor geriet Anfang März unter massiven Verkaufsdruck. Auslöser war CoreWeave, das seine Investitionsausgaben auf 30 bis 35 Milliarden Dollar verdoppeln will. Die Ankündigung verunsicherte Anleger: Wie soll diese Expansion finanziert werden? Und rechtfertigen die Erträge überhaupt solche Summen?
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Die Zweifel erfassten auch IREN. Am 3. März fiel die Aktie um weitere 6,1 Prozent auf 38,85 Dollar. Das Handelsvolumen erreichte 31 Millionen Aktien bei einem Gegenwert von rund 1,2 Milliarden Dollar.
Enttäuschende Quartalszahlen belasten
Bereits Anfang Februar hatte IREN mit den Ergebnissen für das zweite Geschäftsquartal 2026 für Ernüchterung gesorgt. Der Umsatz lag bei 184,7 Millionen Dollar – Analysten hatten rund 224 Millionen erwartet. Statt eines Gewinns stand ein Nettoverlust von 155,4 Millionen Dollar zu Buche.
Der Grund: IREN verlagert sein Geschäft vom Bitcoin-Mining hin zu KI-Cloud-Diensten. Die Mining-Erlöse brachen um 28 Prozent ein, während die KI-Cloud-Umsätze zwar um 137 Prozent zulegten, aber noch immer weniger als zehn Prozent zum Gesamtumsatz beitragen. Das Unternehmen sitzt zwischen zwei Stühlen – die alte Ertragsquelle bricht weg, die neue trägt noch nicht.
Microsoft-Deal als Hoffnungsträger
Im Zentrum der Strategie steht ein Vertrag mit Microsoft über 9,7 Milliarden Dollar. IREN stellt dem Tech-Konzern über fünf Jahre Nvidia-Chips in seinem Rechenzentrum in Childress, Texas, zur Verfügung. Das Management will bis Ende 2026 insgesamt 140.000 GPUs ausrollen und so wiederkehrende Jahresumsätze von 3,4 Milliarden Dollar erreichen.
Die Finanzierung steht: 3,6 Milliarden Dollar GPU-Finanzierung zu Zinssätzen unter sechs Prozent und 1,9 Milliarden Dollar an Kundenvorauszahlungen decken den Großteil der Investitionen ab. Zudem verfügt IREN über gesicherte Stromkapazitäten von mehr als 4,5 Gigawatt – ein knappes Gut im aktuellen Rechenzentrumsmarkt. Nur rund zehn Prozent dieser Leistung sind bislang vertraglich gebunden.
Analysten vermissen zweiten Großkunden
Bernstein sieht die Schwäche der Aktie weniger in der operativen Umsetzung als in fehlenden Neuigkeiten begründet. Die Bitcoin-Erträge seien für die nun primär auf KI ausgerichtete Geschichte irrelevant geworden. Investoren hätten vielmehr auf die Ankündigung eines weiteren Hyperscaler-Vertrags neben Microsoft gehofft – die ausblieb.
Die Analysten halten an ihrer „Outperform“-Einstufung und einem Kursziel von 125 Dollar fest. Sie werten den Ausverkauf als Neubewertung der Erwartungen, nicht als Zeichen für Probleme bei der Umsetzung.
Doch Reuters verwies auf eine Klausel im Microsoft-Vertrag: Werden die Lieferfristen nicht eingehalten, kann der Kunde kündigen. Die nächsten Quartalszahlen erscheinen am 13. Mai. Bis dahin wird der Markt genau verfolgen, ob der GPU-Ausbau planmäßig verläuft – und ob IREN einen zweiten Großkunden präsentieren kann.
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