iRobot Aktie: Veränderung gefordert?

Die Übernahme von iRobot durch Shenzhen PICEA Robotics ist abgeschlossen. Das Unternehmen ist aus der Insolvenz hervorgegangen, was für frühere Aktionäre den vollständigen Verlust ihrer Beteiligung bedeutet.

Die Kernpunkte:
  • Abschluss der strategischen Übernahme durch PICEA Robotics
  • Vollständiger Verlust für ehemalige Aktieninhaber
  • Neue Struktur mit Datenschutz-Tochter iRobot Safe
  • Aktie verliert endgültig ihren Börsenstatus

Mit dem Abschluss der Übernahme durch Shenzhen PICEA Robotics ist die Börsennotiz von iRobot faktisch Geschichte. Das Unternehmen ist heute aus dem Chapter-11-Verfahren als private Tochtergesellschaft hervorgegangen – für frühere Aktionäre bedeutet das den vollständigen Verlust ihres Einsatzes.

Der operative Betrieb, insbesondere das Roomba-Geschäft, läuft unter dem neuen Eigentümer weiter. Für die einstige Publikumsgesellschaft endet damit jedoch endgültig das Kapitel an den öffentlichen Kapitalmärkten.

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Übernahme durch Picea abgeschlossen

Seit heute ist die strategische Transaktion mit Shenzhen PICEA Robotics Co., Ltd. formal vollzogen. iRobot hat das vorab geplante Chapter-11-Insolvenzverfahren abgeschlossen und firmiert nun als vollständig im Besitz des chinesischen Fertigungspartners befindliche Tochter.

Der Restrukturierungsplan sichert das Überleben des Unternehmens, sieht aber vor, dass Picea 100 % der Eigenkapitalanteile übernimmt. Für Anleger entscheidend:

  • Alle bestehenden Stammaktien werden ersatzlos eingezogen
  • Es erfolgt keine Ausschüttung an frühere Aktionäre
  • Es gibt keine Beteiligung am reorganisierten Unternehmen

Damit ist die Aktie wirtschaftlich wertlos geworden; der erwartete Totalverlust für die Anteilseigner wird nun formal umgesetzt.

Neue Struktur mit „iRobot Safe“

Ein zentraler Baustein der Transaktion ist die Gründung von „iRobot Safe“, einer neuen, unabhängigen US-Tochtergesellschaft. Diese Einheit ist speziell für Datenschutz und Governance rund um US-Verbraucherdaten zuständig.

Diese Struktur dient als „Firewall“, um regulatorische Bedenken im Zusammenhang mit dem Eigentümerwechsel zu einem chinesischen Unternehmen zu adressieren. Sie ermöglicht die Fortführung des operativen Geschäfts, ändert jedoch nichts an der Situation der früheren Aktionäre, deren Beteiligung nicht in die neue Struktur überführt wurde.

Vom geplatzten Amazon-Deal zur Insolvenz

Der finanzielle Niedergang und die Vernichtung des Eigenkapitals zeichneten sich lange vor dem heutigen Abschluss ab. Die Entwicklung verlief in mehreren Schritten:

  • Januar 2024: Das geplante 1,4-Milliarden-Dollar-Angebot von Amazon scheitert am Widerstand der EU-Wettbewerbshüter. iRobot bleibt mit knapper Liquidität und hohen laufenden Kosten zurück.
  • März 2025: Im Jahresbericht (Form 10-K) warnt das Management vor erheblichen Zweifeln an der Fortführung des Unternehmens („substantial doubt“), sofern keine tiefgreifenden Maßnahmen erfolgen.
  • 15. Dezember 2025: iRobot beantragt Gläubigerschutz nach Chapter 11 und schließt eine Restrukturierungsvereinbarung mit Picea, um eine komplette Zerschlagung zu vermeiden.
  • 23. Januar 2026: Die Übernahme durch Picea wird abgeschlossen, das öffentliche Eigenkapital erlischt endgültig.

Damit war der Weg vorgezeichnet: Die gesamte Restwertschöpfung fließt an gesicherte Gläubiger und den neuen Eigentümer.

Kursrest, Delisting und „Zombie“-Status

Die Aktie, zuletzt im Insolvenzverfahren unter dem Ticker IRBTQ gehandelt, notiert aktuell nur noch bei Restwerten um 0,05 US-Dollar. Diese Kurse spiegeln allein den Auslauf des Handels wider und nicht einen fortbestehenden Unternehmenswert für Aktionäre.

Die nun vollzogene Transaktion löst das formale Delisting von den Börsen aus. Der verbleibende Kurs wird von Marktteilnehmern als typischer „Zombie“-Wert in der Endphase einer Aktienlöschung eingestuft:

  • Der bestätigte Reorganisationsplan sieht Ausschüttungen ausschließlich an gesicherte Kreditgeber und Picea vor
  • Stammaktionäre gehen vollständig leer aus
  • Die operative Perspektive liegt künftig allein im privaten Umfeld unter dem Dach von Picea

Damit verschiebt sich der Fokus vollständig weg vom Kapitalmarkt hin zur Stabilisierung des Geschäfts mit Saugrobotern im Rahmen der neuen Eigentümerstruktur. Für frühere Anteilseigner ist das Kapitel iRobot an der Börse damit endgültig abgeschlossen.

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