iShares Global Semiconductors ETF: Nvidia plant 500-Mrd-Infrastruktur
Halbleiter-ETF legt trotz leichter Kurskorrektur um 3,4 Prozent zu. Asiatische Chip-Hersteller und Nvidias 500-Milliarden-Infrastrukturplan treiben die Rallye an.

- Wochenplus von 3,4 Prozent
- SMIC-Umsatz steigt um 36 Prozent
- Nvidia plant 500-Milliarden-Infrastruktur
- Sony und TSMC investieren in Japan
Der iShares MSCI Global Semiconductors ETF beendet eine starke Handelswoche mit neuem Rückenwind. Zwar gab der Kurs am Freitag minimal nach, das Wochensaldo bleibt mit einem Plus von 3,4 Prozent jedoch deutlich positiv. Vor allem starke Signale aus Asien und ein gigantischer Infrastrukturplan von Nvidia trieben die Stimmung im Sektor.
Asien-Chips befeuern das Wachstum
Besonders die Zahlen der großen asiatischen Produzenten sorgten für Erleichterung. Semiconductor Manufacturing International Corporation (SMIC) steigerte den Umsatz im zweiten Quartal um 36 Prozent auf gut drei Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn vervierfachte sich im Vergleich zum Vorjahr beinahe. Parallel dazu verbesserten sich die Bruttomargen deutlich, was auf eine effizientere Produktion hindeutet.
Hygon Information untermauerte diesen Trend mit seinem aktuellen Zwischenbericht. Das Unternehmen verzeichnete einen Umsatzsprung von über 66 Prozent auf rund 9,1 Milliarden RMB. Der Gewinn kletterte um fast 50 Prozent nach oben. Die Nachfrage nach spezialisierten Chips für künstliche Intelligenz (KI) fängt die Schwäche in anderen Marktsegmenten derzeit mühelos auf.
Nvidia plant den Infrastruktur-Clou
Nvidia sorgt derweil mit einem neuen Finanzierungsmodell für Schlagzeilen. Der Konzern will rund 500 Milliarden Dollar an privatem Kapital für den Ausbau von KI-Infrastruktur mobilisieren. Mit diesem Schritt könnte Nvidia den aktuellen Investitionszyklus verlängern. Externe Investoren sollen dabei helfen, die hohen finanziellen Risiken beim Bau riesiger Rechenzentren zu schultern.
In Japan festigen Sony und TSMC parallel dazu ihre Allianz. Die Partner investieren gemeinsam Milliarden in eine Fabrik für Bildsensoren in Kumamoto. Sony steuert rund 2,9 Milliarden Dollar bei, während TSMC knapp 1,8 Milliarden Dollar investiert. Die Massenproduktion für moderne Smartphone-Sensoren soll dort im Jahr 2029 anlaufen.
Technische Erholung auf hohem Niveau
Die Erholung der letzten Tage folgt auf eine Phase, in der Sorgen über eine nachlassende KI-Nachfrage die Kurse belasteten. Die jüngsten Quartalszahlen und angehobene Investitionsprognosen der Ausrüster haben diese Bedenken vorerst zerstreut. Auf Sicht von zwölf Monaten liegt der ETF mit 140 Prozent im Plus.
Trotz der rasanten Rallye zeigt die technische Analyse keine unmittelbare Überhitzung. Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt mit 53,1 Punkten in einer neutralen Zone. Mit dem aktuellen Kursniveau bleibt der Fonds stabil über seinem langfristigen Durchschnitt, während die Volatilität im Sektor gewohnt hoch bleibt. Die nächsten Impulse dürften von den detaillierten Ausgabenplänen der großen Cloud-Anbieter im September kommen.
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