iShares MSCI Global Semiconductors ETF: TSMC-Ergebnisse am 15. Oktober

Samsung kalkuliert im dritten Quartal mit 107,4 Billionen Won operativem Gewinn; Micron erwartet eine angespanntere Speicherchipversorgung 2027 und 2028.

Die Kernpunkte:
  • Samsung erwartet vierten Rekordgewinn in Folge
  • AMD prüft Kooperationen mit Samsung
  • Microns Kundenzusagen steigen auf 32 Milliarden Dollar
  • Speicherchipmarkt 2027 und 2028 angespannter erwartet

Der weltweite Hunger nach Hardware für Künstliche Intelligenz (KI) sorgt in der Chipbranche weiterhin für außergewöhnliche Geschäftszahlen. Am heutigen Donnerstag rückte insbesondere der Branchenriese Samsung Electronics in den Fokus, der mit seinen vorläufigen Ergebnissen für das dritte Quartal neue Maßstäbe setzt. Das südkoreanische Unternehmen profitiert massiv von einer anhaltend hohen Nachfrage nach Speicherlösungen, die für die Verarbeitung von KI-Anwendungen unerlässlich sind.

Samsung meldet vierten Rekordgewinn in Folge

Wie Reuters berichtet, rechnet Samsung Electronics für den Zeitraum von Juli bis September mit einem operativen Gewinn von 107,4 Billionen Won, was etwa 80,17 Milliarden US-Dollar entspricht. Damit würde der Konzern das vierte Rekordquartal in Folge abschließen. Die treibende Kraft hinter dieser Entwicklung ist der globale Mangel an Speicherchips, der durch den massiven Ausbau von KI-Infrastrukturen weltweit verschärft wird.

Diese Zahlen unterstreichen die zentrale Rolle, die Speicherhersteller mittlerweile in der gesamten Halbleiter-Wertschöpfungskette einnehmen. Da die Produktion kaum mit der Nachfrage Schritt halten kann, steigen die Margen und sichern den Herstellern volle Auftragsbücher auf Monate hinaus. Samsung scheint seine Position als einer der wichtigsten Zulieferer für die globale Technologieindustrie damit weiter zu festigen.

AMD setzt auf strategische Partnerschaften

Nicht nur die reinen Zahlen, sondern auch neue Kooperationen prägen das Bild des Sektors. Lisa Su, CEO von AMD, betonte gestern, dass das Unternehmen weiterhin Möglichkeiten für Partnerschaften im Bereich Speicher und Fertigung mit Samsung Electronics prüft. Medienberichten zufolge beschrieb Su sowohl Samsung als auch den Konkurrenten SK Hynix als entscheidende Partner für die Rechenzentrums-Ambitionen von AMD.

Parallel dazu plant AMD, die Chipversorgung im Jahr 2027 deutlich zu erhöhen, um der KI-Nachfrage gerecht zu werden. Hierfür arbeite man eng mit Partnern in der Lieferkette zusammen, um die Produktion von Prozessoren (CPUs) und Grafikeinheiten (GPUs) hochzufahren. Dies deutet darauf hin, dass die Branche sich auf einen mehrjährigen Wachstumszyklus einstellt, der weit über das aktuelle Jahr hinausreicht.

Enge Versorgungslage bis 2028 erwartet

Diese optimistische langfristige Sichtweise wird durch Meldungen von Micron Technology gestützt. Das Unternehmen berichtete bereits am 1. Oktober, dass die finanziellen Zusagen von Kunden im Rahmen langfristiger Lieferverträge auf 32 Milliarden US-Dollar gestiegen sind – ein deutlicher Sprung gegenüber den 22 Milliarden US-Dollar im Juni.

Micron geht davon aus, dass die Marktbedingungen für Speicherchips in den Jahren 2027 und 2028 noch deutlich angespannter sein werden als im laufenden Jahr 2026.

In diesem Marktumfeld konnte der iShares MSCI Global Semiconductors UCITS ETF USD Acc seit Jahresbeginn eine Performance von 104 % verzeichnen. Dennoch notiert das Papier aktuell mit einem Abschlag von 9,4 % unter seinem 52-Wochen-Hoch, das am 22. Juni markiert wurde. Mit einem Abstand von 11 % zum 50-Tage-Durchschnitt zeigt der Wert jedoch eine weiterhin stabile mittelfristige Tendenz oberhalb wichtiger Trendlinien.

Anleger blicken nun gespannt auf den weiteren Verlauf des Tages und die kommende Woche: Am heutigen Donnerstag werden die Umsatzzahlen von TSMC für den Monat September erwartet, bevor der taiwanische Branchenprimus am 15. Oktober seine vollständigen Ergebnisse für das dritte Quartal vorlegen wird. Diese Daten dürften weiteren Aufschluss darüber geben, ob die gesamte Branche das hohe Tempo der Marktführer mitgehen kann.

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