iShares MSCI World ETF: Apple-Warnung und Kioxia belasten Chip-Werte

Der Fonds verlor im Oktober 2,1 Prozent binnen 30 Tagen, verzeichnete aber weiter Mittelzuflüsse und liegt seit Jahresbeginn 11 Prozent im Plus.

Die Kernpunkte:
  • MSCI World sank im Oktober um 0,8 Prozent
  • Chip-Prognosen belasteten asiatische Technologiewerte
  • ETF liegt seit Jahresbeginn 11 Prozent vorn
  • Fonds gehörte zu den größten Zuflussgewinnern

Der MSCI World Index steckt in einer Konsolidierungsphase, die von der Technologiebranche ausgeht. Asiatische Aktien gaben am heutigen Mittwoch nach, nachdem Chip-Werte unter Druck gerieten – ausgelöst durch enttäuschende Umsatzprognosen von Kioxia Holdings für das vierte Quartal. Der iShares MSCI World ETF, der die Wertentwicklung des Weltaktienindex abbildet, bekommt diese Schwäche direkt zu spüren.

Der Ausverkauf in der Technologiebranche ist kein Einzeltag-Phänomen. Bereits am Freitag vergangener Woche war der globale Index um 1,5 Prozent eingebrochen, nachdem eine schwache Gewinnprognose von Intel und hohe Cash-Ausgaben von Amazon für KI-Investitionen die Sorge befeuerten, dass sich die massiven Investitionen in künstliche Intelligenz nicht schnell genug auszahlen könnten.

Für den gesamten Oktober resultierte daraus laut Janus Henderson ein Rückgang des MSCI World Index von 0,8 Prozent in US-Dollar – die Schwäche bei KI-nahen Technologiewerten überwog demnach die Stärke defensiver Sektoren. Australien und Großbritannien zählten im Oktober zu den Gewinnern, während asiatische Aktien und der Nasdaq deutlich nachgaben.

Gemischtes Bild bei Einzelwerten

Die Lage innerhalb der Technologiebranche bleibt uneinheitlich. Während Nvidia und andere KI-nahe Werte sich in der jüngsten US-Handelssitzung erholten, geriet Apple unter Druck – der Konzern hatte gewarnt, dass steigende Kosten für Speicherchips die Margen belasten könnten.

Diese Gemengelage aus Erholung einzelner Schwergewichte und neuen Belastungsfaktoren bei anderen hält die Volatilität im Technologiesegment hoch und wirkt sich unmittelbar auf breit gestreute Indexfonds wie den iShares MSCI World ETF aus.

Der Kurs des ETF notierte am Dienstag bei 204,28 US-Dollar und damit 3,6 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 211,94 Dollar, das im August markiert wurde. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Minus von 2,1 Prozent zu Buche, der Abstand zum gleitenden 50-Tage-Durchschnitt beträgt 1,6 Prozent nach unten.

Seit Jahresbeginn bleibt der Fonds mit einem Plus von 11 Prozent dennoch deutlich im grünen Bereich – die jüngste Schwäche hat die langfristige Aufwärtsbewegung bislang nicht gebrochen.

Anleger bleiben trotz Rücksetzer investiert

Bemerkenswert ist, dass die Verunsicherung an den Technologiemärkten die Anlegernachfrage nach dem breit diversifizierten Fonds nicht ausgebremst hat. In der Fondskategorie globaler Large-Cap-Blend-ETFs, die binnen fünf Handelstagen insgesamt rund 1,075 Milliarden US-Dollar an Nettozuflüssen verzeichnete, zählte der iShares MSCI World ETF zu den größten Einzelgewinnern.

Die Kombination aus technischer Schwäche und anhaltendem Mittelzufluss deutet darauf hin, dass institutionelle Anleger die aktuelle Korrektur als Kaufgelegenheit werten, statt sich von der kurzfristigen Volatilität in der Technologiebranche verunsichern zu lassen. Der Relative-Stärke-Index von 40,5 signalisiert zudem, dass der Fonds derzeit weder überkauft noch überverkauft ist – Spielraum für beide Richtungen bleibt damit erhalten.

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