iShares MSCI World ETF: Rebalancing am 28. Mai erhöht USA auf 71,9%
Morningstar zeichnet den iShares MSCI World ETF mit der Höchstnote Gold aus, während günstigere Alternativen den Kostendruck erhöhen.

- Höchste Morningstar-Bewertung erhalten
- Kostenquote liegt bei 0,24 Prozent
- US-Gewichtung steigt auf knapp 72 Prozent
- ETF notiert auf 52-Wochen-Hoch
Morningstar hat dem iShares MSCI World ETF (URTH) Ende April die Bestnote „Gold“ verliehen – die höchste Bewertung der Analysefirma. Die Auszeichnung basiert auf der risikobereinigten Rendite, mit der sich der Fonds gegen 297 vergleichbare globale Large-Cap-Produkte durchsetzt. Gleichzeitig wächst der Wettbewerbsdruck.
Gebührenschere öffnet sich
Das Problem: Der ETF kostet 0,24 Prozent pro Jahr. Invesco senkte seine Kostenquote im April auf 0,05 Prozent, UBS und BNP Paribas liegen bei 0,05 beziehungsweise 0,06 Prozent. Der Abstand zu BlackRock beträgt bis zu 19 Basispunkte. Der Emittent verweist auf eine Tracking-Differenz von lediglich 0,02 Prozent – ein Bestwert laut Morningstar.
Insgesamt bilden 31 ETFs den MSCI World ab, mit Kosten zwischen 0,05 und 0,50 Prozent. Für Langfristanleger können diese Unterschiede erhebliche Summen ausmachen.
USA-Konzentration steigt weiter
Das Rebalancing des Index am 28. Mai 2026 hat die US-Gewichtung auf 71,91 Prozent erhöht. Japan liegt bei 5,68 Prozent, Großbritannien bei 3,68 Prozent. Der Schritt brachte drei neue US-Unternehmen in den Index: Medline, MasTec und TechnipFMC. Der ETF hält 1.309 Positionen und passt sein Portfolio entsprechend an.
Parallel dazu treiben die zehn größten Positionen – darunter NVIDIA, Apple, Microsoft, Amazon und Alphabet – rund 27 Prozent des Gesamtvolumens. Der Technologiesektor macht knapp 29 Prozent des Fonds aus.
Zinswende bleibt aus
Die US-Inflation erreichte mit 3,8 Prozent ein Dreijahreshoch. Der Markt preist eine 97-Prozent-Wahrscheinlichkeit für unveränderte Leitzinsen bei der nächsten Fed-Sitzung ein. Bank of America und Goldman Sachs strichen ihre Zinssenkungsprognosen für 2026 komplett. Technologieaktien reagieren traditionell empfindlich auf Zinserwartungen.
Der ETF notierte zuletzt auf einem 52-Wochen-Hoch von 204 Dollar. Der RSI von 94,6 zeigt jedoch eine technisch überkaufte Lage. Seit dem Jahrestief Ende März legte der Kurs um über 33 Prozent zu – eine Konsolidierung wäre nicht ungewöhnlich. Anleger richten den Blick nun auf die Methodikreform für den Streubesitz ab Juni und den Ex-Dividenden-Tag um den 15. Juni.
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