iShares S&P 500 IT ETF: Rebalancing am 27. Juni

Der iShares Tech ETF fällt leicht, während steigende KI-Infrastrukturkosten Service-Firmen belasten und Hardware-Hersteller profitieren.

Die Kernpunkte:
  • ETF gibt 0,49 Prozent nach
  • Apple erhöht Preise für Speicherchips
  • Micron meldet starke Quartalszahlen
  • Hyperscaler-Investitionen erreichen 725 Milliarden

Der Technologiesektor durchlebt eine Phase des Umbruchs. Während steigende KI-Infrastrukturkosten die Margen vieler Unternehmen belasten, profitieren Hardware-Hersteller und Halbleiterfirmen massiv von der Nachfrage. Der iShares S&P 500 USD Information Technology Sector UCITS steht aktuell bei 42,25 Euro und gibt am Freitag um 0,49 Prozent nach.

Hardware-Boom trifft auf Margendruck

Diese Woche zeigte sich ein klares Muster. Service-orientierte Tech-Giganten wie Apple gerieten unter Druck – ausgerechnet wegen der starken Nachfrage nach Speicherchips. Apple erhöhte die Preise für Mac und iPad, weil DRAM- und NAND-Speicher teurer werden. Die Halbleiterbranche lacht sich ins Fäustchen.

Micron Technology, ein wichtiger Indikator für den Speichermarkt, meldete starke Quartalszahlen. Rekord-Nachfrage und langfristige Lieferverträge untermauern den anhaltenden Investitionszyklus im KI-Bereich. Das stützt die gesamte Branche, auch wenn die großen Tech-Indizes schwanken.

Investoren fragen sich, wie stark die höheren Hardwarekosten die Margen breit aufgestellter Technologiekonzerne drücken.

Kurse zwischen Höhen und Tiefen

Der ETF notiert 8,85 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 46,35 Euro Anfang Juni. Auf Jahressicht liegt das Plus aber bei beeindruckenden 37 Prozent. Seit Jahresbeginn sind es 18 Prozent.

Der 200-Tage-Durchschnitt von 36,76 Euro bleibt klar übertroffen. Der Abstand beträgt knapp 15 Prozent. Kurzfristig zeigt der RSI mit 46,8 Punkten einen neutralen Bereich – weder überkauft noch überverkauft.

Was jetzt zählt

Drei Themen bestimmen den weiteren Kurs des Sektors.

Erstens: Die Investitionen der Hyperscaler. Sie sollen 2026 auf rund 725 Milliarden Dollar steigen. Die entscheidende Frage: Können Tech-Firmen die höheren Komponentenkosten an die Kunden weitergeben?

Zweitens: Die Geldpolitik. Zinssenkungserwartungen bleiben ein Dauerthema. Jede Verschiebung trifft Tech-Aktien besonders hart.

Drittens: Die Index-Rebalancings. Am 27. Juni passt FTSE Russell seine Gewichtungen an. Solche institutionellen Umschichtungen können kurzfristig für Bewegung sorgen.

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