Ist die Commerzbank noch zu retten?

Anteilsinhaber der Commerzbank müssen seit einigen Monaten hart im Nehmen sein. Seit April vergangenen Jahres sanken die Papiere kontinuierlich, so dass diese mittlerweile meilenweit von dem Jahreshoch bei 13,33 Euro entfernt liegen.

 

© Commerzbank
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Bleibt die Frage, ob bei einem derzeitigen Kurs von knapp über 8,00 Euro nun der Boden gefunden wurde oder ob es weiter in Richtung Tal gehen wird. Die letzte Meldung, die den Markt erreichte, dürfte Schlimmes befürchten lassen.

 

Commerzbank muss zahlen

Medienberichten zufolge muss die Tochtergesellschaft der Commerzbank in Luxemburg ein Bußgeld in Höhe von 17,1 Mio. Euro zahlen. Ein entsprechender Bescheid soll durch das Amtsgericht Köln bereits im Dezember des letzten Jahres erlassen worden sein.

Ins Rollen gekommen war das Ganze wohl durch eine von der Steuerbehörde in Nordrhein-Westfalen gekauften Daten-CD. Danach wurden im Rahmen einer Razzia im Februar letzten Jahres auch in der Zentrale der Commerzbank in Frankfurt diverse Unterlagen beschlagnahmt.

 

Kooperation bei der Aufklärung wurde belohnt

Über eine Tochtergesellschaft soll die Commerzbank in Luxemburg Kunden dabei unterstützt haben, in Überseegebieten Scheinfirmen zu eröffnen und somit Vermögen vor den Steuerbehörden versteckt zu haben.

Das Gericht in Köln bescheinigte der Commerzbank nun zwar, dass man bei der Luxemburger Tochter zwar gründlich mit illegalen Steuergeschäften aufgeräumt habe. Zugleich erklärte man, dass die Commerzbank durchaus bei der Aufklärung kooperiert hat, so dass der gesetzliche Bußgeldrahmen nicht ausgeschöpft werden musste.

 

Aktie liegt am Boden

Jedoch steht zu befürchten, dass der Imageschaden um ein Vielfaches über dem der eigentlich verhängten Strafe liegen wird. Daran ändert auch nichts, dass die Anfang November bekannt gegebenen Neun-Monats-Zahlen über den Erwartungen lagen und für kurze Zeit für ein positives Momentum in der Aktie gesorgt hatten.

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Entsprechend hielt die Erholungsphase nicht lange an, ehe es wieder deutlich abwärts ging. Mit einem neuen Tief bei 8,01 Euro liegen die Papiere damit sozusagen am Boden. Wer hier dem Wert noch die Stange hält, für den ist Absicherung auf jeden Fall anzuraten.

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