ITM Power: £1 Milliarde Bewertung erreicht

Der britische Elektrolyseur-Hersteller erreicht eine Milliarde Pfund Marktwert, gestützt durch staatliche Investitionen und eine 20-Gigawatt-Auftragspipeline.

Die Kernpunkte:
  • Marktkapitalisierung übersteigt eine Milliarde Pfund
  • Kursanstieg von über 150 Prozent in vier Wochen
  • Staatliche Förderung von insgesamt 86,5 Millionen Pfund
  • 20-Gigawatt-Auftragspipeline treibt Expansion an

Vom Penny-Stock zum Milliarden-Unternehmen in weniger als einem Monat: ITM Power hat am Montag an der Londoner Börse die Schwelle von einer Milliarde Pfund Marktkapitalisierung überschritten. Hinter dem Kursanstieg stecken staatliche Milliardeninvestitionen und ein Auftragspipeline, die das Unternehmen in eine andere Liga katapultieren soll.

Vertikaler Anstieg mit technischen Warnsignalen

Der Kurs des Elektrolyseur-Herstellers aus Sheffield eröffnete am Montag bei 161,00 Pence — nach einem Schlusskurs von 154,80 Pence am Freitag. Die Marktkapitalisierung liegt damit bei rund 1,07 Milliarden Pfund. Noch Ende März notierte die Aktie bei etwa 62 Pence. Das entspricht einem Anstieg von mehr als 150 Prozent in knapp vier Wochen.

Technisch gesehen ist das Papier dabei in extremes Terrain vorgedrungen. Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt bei 86,89 — ein Wert, der klassisch als stark überkauft gilt. Der aktuelle Kurs notiert zudem rund 100 Prozent über dem 50- und dem 200-Tage-Durchschnitt. Marktbeobachter schließen eine technische Korrektur kurzfristig nicht aus, auch wenn die übergeordneten Trendsignale weiterhin positiv bleiben.

Staatsgeld und ein 20-Gigawatt-Pipeline

Den Grundstein für die Neubewertung legte eine Kombination aus staatlicher Unterstützung und strategischer Expansion. ITM Power bestätigte Anfang April eine Investition von 40 Millionen Pfund durch die staatliche Great British Energy Group, die damit einen Anteil von zehn Prozent am Unternehmen hält. Ergänzt wird das durch einen Zuschuss von 46,5 Millionen Pfund des zuständigen britischen Energieministeriums.

Auf der kommerziellen Seite verfolgt das Unternehmen eine Auftragspipeline von rund 20 Gigawatt. Ein zentrales Projekt ist die Kooperation mit Rheinmetall unter dem Namen „Giga PtX“: Dabei soll ein dezentrales Netzwerk aus 50-Megawatt-Elektrolyseuranlagen synthetische Kraftstoffe für NATO-Streitkräfte in Europa liefern.

Kassenbestand stützt Wachstumsstrategie

Die Kapitalzuflüsse haben die Bilanz spürbar gestärkt. ITM Power hob seine Prognose für den Kassenbestand zum Jahresende auf 210 bis 215 Millionen Pfund an — gegenüber einer früheren Schätzung von 170 bis 175 Millionen Pfund. Diese Liquidität soll den Aufbau einer neuen, vollautomatisierten Fertigungslinie mit einer Kapazität von einem Gigawatt in Sheffield finanzieren, die auf die nächste Elektrolyseur-Generation „Chronos“ ausgerichtet ist.

Das Unternehmen schreibt weiterhin operative Verluste. Mit dem aktuellen Kassenpolster hat es jedoch Spielraum, den Übergang vom Forschungsunternehmen zum industriellen Serienhersteller tatsächlich zu vollziehen — und genau darauf scheinen die Märkte gerade zu wetten.

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