ITM Power: £152 Millionen Auftragsbestand
ITM Power verzeichnet Rekordumsätze und ein wachsendes Auftragsbuch, bleibt aber operativ tief in den roten Zahlen. Analysten sehen die Aktie als überbewertet an.

- Rekordumsatz von 18 Millionen Pfund
- Auftragsbuch wächst auf 152 Millionen
- Operativer Verlust von rund 30 Millionen
- Analysten sehen Aktie als überbewertet
398 Millionen Pfund Marktkapitalisierung vor einem Jahr, heute fast eine Milliarde — ITM Power hat im April 2026 eine bemerkenswerte Kursrally hingelegt. Doch hinter dem Aufstieg steckt ein Widerspruch: starkes Auftragswachstum, anhaltende Verluste.
Rekorderlöse und ein voller Auftragsbuch
Die kommerzielle Basis des Kursanstiegs ist greifbar. ITM Power erzielte im ersten Halbjahr einen Rekordumsatz von 18 Millionen Pfund. Das Management hob daraufhin die Jahresumsatzprognose auf 40 bis 43 Millionen Pfund an. Das Auftragsbuch wuchs auf 152 Millionen Pfund — und 71 Prozent der Verträge sind inzwischen profitabel.
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Das Unternehmen schließt Großaufträge ab, die früher undenkbar gewesen wären. Eine 710-MW-Technologiepartnerschaft mit Stablegrid Group und die Lieferung eines 200-MW-Systems an RWE markieren den Übergang vom Technologieentwickler zum Industrielieferanten.
Deutschland und Großbritannien als Kernmärkte
ITM Power konzentriert sich geografisch auf zwei Märkte mit starker politischer Rückendeckung. In Deutschland sicherte sich das Unternehmen Verträge mit Stablegrid und RWE. Parallel dazu gründete es in Berlin die Tochtergesellschaft Hydropulse GmbH — ein EPC-Anbieter, der Projektentwicklung und Wasserstoffabnahme aus einer Hand anbieten soll.
In Großbritannien stützen staatliche Fördermittel für die Projekte Chronos und Gigatest die Expansion. Das Humber-H2ub-Projekt von Uniper ergänzt das Portfolio. Hydropulse soll einen neuen, servicebasierten Umsatzstrom erschließen.
Neue Sektoren, neue Partner
Die Partnerschaft mit Rüstungskonzern Rheinmetall für ein E-Fuel-Netzwerk öffnet ITM Power den Verteidigungs- und Transportsektor. Das Agder Hydrogen Hub in Norwegen zielt auf breitere Energiehubs ab. Grüner Wasserstoff reift vom Nischenprodukt zum Energieträger — das ist die Wette hinter dieser Diversifizierung.
Geopolitische Spannungen rund um die Straße von Hormus treiben den Ölpreis und rücken Energiesicherheit auf die politische Agenda. Für ITM Power ist das ein Rückenwind.
Verluste bleiben das zentrale Problem
Das operative Bild bleibt schwierig. Das EBITDA liegt bei rund minus 30 Millionen Pfund. Das Unternehmen verbrennt weiter Kapital. Analysten hoben zwar ihre Umsatzprognose auf über 40 Millionen Pfund an — an der Verluststruktur ändert das kurzfristig nichts.
Das Umsatzwachstum von knapp 58 Prozent im Jahresvergleich ist beeindruckend. Allerdings erscheint die Bewertung gestreckt: Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt bei 29, gegenüber einem Sektordurchschnitt von rund 14.
Analysten uneins, Kurs über alten Höchstständen
Die Analystenmeinungen sind gespalten. Laut Investing.com empfehlen 7 von 12 Analysten den Kauf, 4 raten zum Halten, einer zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 98,64 Pence — deutlich unter dem aktuellen Kurs von 139,8 Pence. Stockopedia weist sogar nur 82,40 Pence als Konsensus aus, rund 37 Prozent unter dem letzten Schlusskurs.
Die Aktie hat ihre 52-Wochen-Hochs klar hinter sich gelassen. Bisher pendelte der Kurs zwischen 27,45 und 98,80 Pence. Ob das neue Niveau hält, hängt vor allem davon ab, wie schnell ITM Power den Produktionsanlauf im Chronos-Werk vorantreibt und weitere Aufträge in Umsatz verwandelt.
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