ITM Power: 86% Wochengewinn auf 131,50p
Die Aktie von ITM Power erreicht ein Dreijahreshoch, während der Vorsteuerverlust wächst. Staatliche Förderung und KI-Boom treiben die Rally.

- Aktie erreicht neues Dreijahreshoch
- Vorsteuerverlust steigt auf 45,4 Millionen Pfund
- Staatliche Förderung von 86,5 Millionen Pfund
- Umsatzprognose für 2026 angehoben
398 Prozent Kursgewinn in zwölf Monaten — und der Vorstand kauft trotzdem nur für ein paar Pfund Aktien dazu. Bei ITM Power klaffen Euphorie und Realität gerade weit auseinander.
CEO Dennis Schulz und CTO Simon Bourne haben im April Aktien über das firmeneigene Mitarbeiterbeteiligungsprogramm erworben. Schulz erhielt 314 Aktien, Bourne 312 — jeweils hälftig selbst gekauft, hälftig vom Unternehmen bezuschusst. Der Preis: knapp 96 Pence je Aktie. Die Käufe sind routinemäßig und signalisieren keine strategische Weichenstellung. Sie fallen aber in eine Phase, in der die Aktie gerade Geschichte schreibt.
Kurs explodiert auf Dreijahrshoch
Am 17. April legte die Aktie in einer einzigen Sitzung über 40 Prozent zu. Die Wochenbilanz: plus 86 Prozent, Schlusskurs 131,50 Pence. Am 22. April folgte ein neues Dreijahrshoch bei umgerechnet 1,60 Euro. Zum Vergleich: Anfang des Jahres notierte die Aktie noch bei rund 27 Pence.
Der Kurs liegt damit weit über dem 200-Tage-Durchschnitt von 0,793 Euro. Auf Jahressicht beträgt das Plus mehr als 355 Prozent — rund 258 Prozentpunkte mehr als der FTSE All Share Index im gleichen Zeitraum.
Mehrere Katalysatoren treiben die Rally
Die Kursexplosion hat mehrere Ursachen. Die britische Regierung hat 40 Millionen Pfund als Eigenkapital in ITM investiert. Hinzu kommt ein Zuschuss von 46,5 Millionen Pfund vom Ministerium für Energiesicherheit, der quartalsweise ausgezahlt wird und die Baukosten der neuen Chronos-Fertigungslinie abfedern soll.
Parallel dazu hat ITM die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2026 angehoben: von zuvor 35 bis 40 Millionen Pfund auf nun 40 bis 43 Millionen Pfund. Das erste Halbjahr war mit 18 Millionen Pfund bereits ein Rekord.
Rückenwind kommt auch aus dem Sektor. Der steigende Strombedarf von KI-Rechenzentren macht CO₂-neutrale Energiequellen attraktiver — davon profitieren neben ITM auch Wettbewerber wie Nel ASA, Plug Power und Bloom Energy.
Verluste wachsen, Shorts bleiben hoch
Kein Wunder, dass kritische Stimmen nicht verstummen. Der Vorsteuerverlust für das Geschäftsjahr bis April 2025 weitete sich auf 45,4 Millionen Pfund aus — nach 27,1 Millionen Pfund im Vorjahr. Wachstum und Verluste laufen derzeit parallel.
Die Liquidität ist vorerst gesichert: ITM erwartet für April 2026 einen Kassenbestand von 210 bis 215 Millionen Pfund. Allerdings sind mindestens 4,4 Prozent der Aktien leerverkauft. Ein Teil der jüngsten Kursgewinne könnte auf Short-Eindeckungen zurückgehen.
Langfristig hängt viel an der Chronos-Fertigungslinie und dem Aufbau profitabler Kundenverträge. Genau das sind auch die Kernbedingungen der neuen LTIP-Vergütungspakete für Schulz, CFO Amy Grey und Bourne — deren Optionen erst nach drei Jahren und bei Erreichen konkreter Margenziele verfallen.
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