ITM Power Aktie: 150-Megawatt-Projekt mit Raffinerie vereinbart
ITM Power begrenzt den erwarteten EBITDA-Verlust auf 20 bis 21 Millionen Pfund; Aktionäre stimmen über einen kleineren Kapitalrahmen ab.

- Hydropulse vereinbart 150-Megawatt-Projekt
- Investitionsentscheidung für 2027 angestrebt
- Aktionäre stimmen über geringeren Kapitalrahmen ab
- EBITDA-Verlustprognose um 27 Prozent verbessert
Beim britischen Wasserstoffspezialisten ITM Power richtet sich der Blick auf die strategische Aufstellung und die anstehenden Abstimmungen der Anteilseigner. Die Aktie beendete den Handel am Freitag mit einem Zuwachs von 2,2 Prozent bei einem Schlusskurs von 1,09 Euro.
Im bisherigen Jahresverlauf verzeichnet das Papier damit einen Wertzuwachs von 51 Prozent, nachdem das Unternehmen in den vergangenen Wochen operative Fortschritte und Anpassungen der Unternehmensplanung vorgelegt hatte.
Partnerschaften im industriellen Großmaßstab
Einen zentralen Pfeiler der künftigen Entwicklung bildet die Unternehmenstochter Hydropulse, die auf das Modell des Baus, Besitzes und Betriebs von Anlagen spezialisiert ist. Vor gut einer Woche schloss das Tochterunternehmen eine Grundsatzvereinbarung mit einer europäischen Ölraffinerie über ein 150-Megawatt-Projekt zur Produktion von grünem Wasserstoff ab. Vorgesehen ist eine Vertragslaufzeit von zehn Jahren.
Das Großvorhaben erfordert allerdings einen langen Planungsvorlauf: Die endgültige Investitionsentscheidung wird für das Jahr 2027 angestrebt, während der Beginn der regulären Produktion für 2029 vorgesehen ist.
Den Namen des beteiligten Raffineriebetreibers gab ITM Power in der entsprechenden Mitteilung nicht bekannt. Dennoch verdeutlicht die Absichtserklärung das Bestreben, über großvolumige Industrieprojekte verlässliche Einnahmeströme aufzubauen.
Anpassung des Kapitalrahmens und Ausblick
Parallel zu den Ausbauplänen stehen formale Entscheidungen der Gesellschafter an. Für die Hauptversammlung am 30. Oktober 2026 korrigierte das Unternehmen die Einberufung im Hinblick auf den Beschlussantrag 11b. Dabei wurde der vorgesehene Gesamtnennbetrag für die Ausgabe von Eigenkapitaltiteln von ursprünglich 34.570.278 Pfund auf 23.046.852 Pfund reduziert. Über diesen enger gefassten Rahmen werden die Aktionäre Ende des Monats abstimmen.
Auf der finanziellen Seite hatte ITM Power vor rund zwei Wochen seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026 mit Stichtag zum 30. April 2026 nachgebessert.
Der bereinigte Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll nun auf 20 Millionen bis 21 Millionen Pfund begrenzt werden. Dies entspricht einer Verbesserung um 27 Prozent im Vergleich zur vorherigen Verlustprognose sowie um 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die Erwartungen an den Umsatz und die Liquiditätsreserven blieben unverändert. Das Analysehaus Peel Hunt stufte die Aktie am 8. Oktober nach der Anhebung mit „Hold“ ein. Für Anleger bleibt entscheidend, wie effizient die Pipeline in den kommenden Jahren umgesetzt wird.
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