ITM Power Aktie: 26. Mai entscheidet über Fördergelder

Bei ITM Power treffen Gewinnmitnahmen von Privatanlegern auf Käufe institutioneller Investoren vor wichtigen Entscheidungen.

Die Kernpunkte:
  • Privatanleger verkaufen nach Kursrally
  • Institutionelle Investoren kaufen gezielt zu
  • Förderentscheidung und Index-Aufnahme stehen an
  • Analysten uneins über Aktienbewertung

Privatanleger machen Kasse, während institutionelle Investoren in Stellung gehen. Bei ITM Power prallen derzeit zwei gegensätzliche Marktsichten aufeinander. Nach einer rasanten Kursrally rutschte die Aktie um 7,4 Prozent auf 143,30 Pence ab. Auf der Handelsplattform AJ Bell war der Wasserstoff-Spezialist zuletzt der meistverkaufte Titel des Tages. Das Handelsvolumen explodierte. Kein Wunder, dass Anleger nervös reagieren: Viele sichern Gewinne nach einem Jahresplus von über 100 Prozent.

Profianleger lassen sich von dem Rücksetzer kaum beeindrucken. Sie blicken auf den 26. Mai. An diesem Tag fällt eine Entscheidung über staatliche Fördergelder, die das nächste Wachstumskapitel einläuten könnte.

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Analysten extrem gespalten

Die Einschätzungen der Großbanken driften weit auseinander. Jefferies hob das Kursziel auf 200 Pence an und verweist auf sinkende Kapitalkosten. Morgan Stanley stuft die Aktie auf „Overweight“ mit einem Ziel von 170 Pence hoch. Die Analysten erwarten bis zum Geschäftsjahr 2028 den operativen Break-even.

UBS hält dagegen an einem Ziel von 60 Pence fest. Die Schweizer Bank warnt vor einer Bewertung, die den Fundamentaldaten weit enteilt sei.

Strategiewechsel bringt wiederkehrende Erlöse

Operativ stellt sich der britische Anlagenbauer breiter auf. Eine neue Partnerschaft mit dem Anlagenbauer Worley öffnet einen globalen Vertriebskanal für den hauseigenen Neptune-V-Elektrolyseur. ITM baut parallel dazu ein Geschäft mit wiederkehrenden Einnahmen auf. Die neu gegründete Berliner Tochtergesellschaft Hydropulse GmbH soll dezentrale grüne Wasserstoffanlagen errichten und selbst betreiben.

Langfristig plant Vorstandschef Dennis Schulz, dass der Verkauf von Wasserstoffmolekülen das klassische Elektrolyseur-Geschäft überholt. Das Unternehmen folgt damit dem Modell großer Industriegase-Konzerne.

Auftragsbestand wächst, Verluste bleiben

Die jüngsten Halbjahreszahlen zeigen Licht und Schatten. Der Umsatz stieg auf 18 Millionen Pfund, während der operative Verlust schrumpfte. Die Barreserven belaufen sich auf knapp 198 Millionen Pfund.

Der Auftragsbestand kletterte auf 152 Millionen Pfund, wobei ein Großteil der Verträge mittlerweile als profitabel gilt. Dennoch weitete sich der Vorsteuerverlust im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 45,4 Millionen Pfund aus.

Großprojekte in Europa untermauern die langfristige Planung. ITM liefert Module für das Uniper-Projekt Humber H2ub und sicherte sich Kapazitätsreservierungen von RWE. Hinzu kommt ein Programm mit dem Rüstungskonzern Rheinmetall zum Bau dezentraler Anlagen für NATO-kompatible Kraftstoffe.

Index-Aufnahme sorgt für Kaufdruck

Am 29. Mai greift die Aufnahme von ITM Power in den MSCI United Kingdom Small Cap Index. Passive Fonds, die diesen Leitindex abbilden, müssen ihre Portfolios entsprechend umschichten. Bei einer Marktkapitalisierung von rund 1,1 Milliarden Pfund erzeugt dies einen spürbaren Nachfrageüberhang.

Zusammen mit der anstehenden Förderentscheidung am 26. Mai stehen dem Wasserstoff-Spezialisten richtungsweisende Tage bevor. Die anstehenden Index-Käufe treffen direkt auf das Angebot der verkaufswilligen Privatanleger. Fällt das Votum für die staatlichen Zuschüsse positiv aus, dürfte dies die Position der institutionellen Käufer massiv stärken.

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