ITM Power Aktie: H1-Umsatz auf 18 Millionen Pfund

ITM Power profitiert von steigender Nachfrage nach britischen Wasserstoffwerten. Standardisierte Elektrolyseure und staatliche Förderung treiben die positive Entwicklung an.

Die Kernpunkte:
  • Handelsvolumen von 3,67 Millionen Aktien
  • Ceres Power und AFC Energy legen zu
  • Auftragsbestand von 152 Millionen Pfund
  • Staatliche Förderung für Chronos-Technologie

Bei ITM Power greifen Käufer wieder zu. Der Handel startete am 21. Mai bei 150,50 Pence und lief bis auf 160,00 Pence hoch. Hinter der Bewegung steckt mehr als ein Tagesplus: Der Wasserstoffsektor in London bekommt frisches Momentum.

Rund 3,67 Millionen Aktien wechselten den Besitzer. Damit liegt der Kurs weiter im oberen Teil der Spanne zwischen 44,00 und 179,70 Pence der vergangenen zwölf Monate.

Mit rund 1,11 Milliarden Pfund Börsenwert preist der Markt wieder mehr Wachstum ein. Der Rückenwind kam nicht nur von ITM. Ceres Power Holdings sprang am selben Tag um 10,34 Prozent an, auch AFC Energy legte zu.

Der gemeinsame Anstieg deutet auf neue Nachfrage nach britischen Wasserstoffwerten hin. Treiber ist die Hoffnung, dass industrielle Elektrolyseur-Projekte aus der Pilotphase herauswachsen.

Bewertung preist Fortschritte ein

Die Bewertung preist bereits ein spürbar besseres Geschäft ein. Zeus Capital hat die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2026 zuletzt auf 40 bis 43 Millionen Pfund angehoben.

Das passt zu den jüngsten operativen Daten. Im ersten Halbjahr bis Ende Oktober 2025 erreichte ITM Rekordumsätze von 18,0 Millionen Pfund.

Auch die Bilanz liefert Rückenwind. Der vertraglich gesicherte Auftragsbestand liegt bei rund 152 Millionen Pfund. Die Cash-Position betrug zum Halbjahr 2026 197,8 Millionen Pfund.

Wichtig ist nicht nur die Höhe der Aufträge. Ein großer Teil dieser Verträge ist inzwischen profitabel. Das verbessert die Qualität des Wachstums.

Beim Ergebnis bleibt der Druck sichtbar. ITM peilt für das Gesamtjahr einen bereinigten EBITDA-Verlust von 27 bis 29 Millionen Pfund an. Der Weg zur operativen Profitabilität ist also noch nicht abgeschlossen.

Standardprodukte treiben Nachfrage

Der wichtigste operative Hebel sind standardisierte und containerisierte Anlagen. Im Zentrum steht Neptune V, ein Elektrolyseur-System mit 5 Megawatt Leistung.

Bis Mai 2025 sicherte sich ITM Aufträge über 45 Megawatt Neptune-V-Anlagen in nur sechs Monaten. Die Nachfrage kommt vor allem von Verteilnetzbetreibern und Industriegase-Anbietern.

Damit verändert sich das Profil des Unternehmens. Weg von Einzellösungen, hin zu wiederholbaren Produkten mit besser planbarer Fertigung. Genau diese Skalierbarkeit will der Markt sehen.

Chronos soll Kosten senken

Parallel arbeitet ITM an der Stack-Technik Chronos. Sie soll den Energieverbrauch senken und die Produktionskosten drücken. Damit geht es um den Kern jeder Wasserstoffrechnung: Effizienz.

Für Chronos fließen insgesamt 86,5 Millionen Pfund an staatlicher Unterstützung. Dazu zählen 40 Millionen Pfund als Eigenkapital von Great British Energy und 46,5 Millionen Pfund als Zuschuss des britischen Energieministeriums.

Das Geld soll am Standort Sheffield eine automatisierte Fertigungslinie ermöglichen. Die jährliche Kapazität soll bis zu 1 Gigawatt für die Chronos-Plattform erreichen. Das Ziel: niedrigere Stückkosten bei höherem Volumen.

Der nächste Prüfpunkt kommt am 15. September 2026. Dann veröffentlicht ITM die vorläufigen Ergebnisse. Bestätigt der Vorstand den Pfad zu profitablen Aufträgen und langfristigen Serviceverträgen, hätte die Rally ein Fundament. Reißt die operative Entwicklung ab, wird die hohe Bewertung schneller zum Problem.

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