ITM Power Aktie: Juni-Entscheidung über 86,5-Millionen-Chronos
Der Wasserstoff-Spezialist ITM Power erwartet im Juni das Urteil über staatliche Hilfen für seine neue Chronos-Fertigung, die über die künftige Wachstumsstory entscheiden wird.

- Subventionsurteil im Juni erwartet
- Neue Chronos-Fertigung in Sheffield
- Rekordumsatz von 18 Millionen Pfund
- Rheinmetall-Partnerschaft für NATO-Kraftstoffe
Eine Marktkapitalisierung von über einer Milliarde Pfund und ein Aktienkurs, der sich binnen eines Jahres verfünffacht hat. Bei ITM Power preist der Markt derzeit ein makelloses Wachstumsszenario ein. Ob der britische Hersteller von Wasserstoff-Elektrolyseuren dieses Versprechen halten kann, entscheidet sich in wenigen Wochen in London.
Die Führungsriege hat ihr Schicksal bereits an den Erfolg geknüpft. Vorstandschef Dennis Schulz erhält ein Aktienpaket von 1,3 Millionen Stück nur unter strengen Auflagen. Die Papiere fließen erst, wenn das Unternehmen profitable Verträge abschließt und die neue Produktionslinie namens Chronos pünktlich liefert.
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Das 86-Millionen-Pfund-Projekt
Genau dieses Projekt bildet den Kern der aktuellen Unternehmensbewertung. Im Juni fällt unter dem britischen Subventionskontrollgesetz die Entscheidung über staatliche Hilfen. Es geht um eine Investition von 40 Millionen Pfund durch Great British Energy, flankiert von einem direkten Zuschuss über 46,5 Millionen Pfund.
Mit den Geldern plant das Management eine neue Fertigungsanlage in Sheffield. Die dort produzierten Elektrolyseure der nächsten Generation leisten zwei Megawatt pro Einheit— eine Verdreifachung der aktuellen Systemleistung. Parallel dazu sollen die Kosten um fast die Hälfte sinken.
Rüstungspartnerschaft und Rekordumsatz
Abseits der zivilen Wasserstoffwirtschaft erschließt sich ITM Power neue Märkte. Eine strategische Partnerschaft mit Rheinmetall zielt auf ein europaweites Netzwerk zur Produktion synthetischer Kraftstoffe für NATO-Streitkräfte ab. Geplant sind hunderte dezentrale Anlagen, die jeweils bis zu 50 Megawatt Elektrolyseleistung erbringen.
Operativ zeigt die Kurve nach oben. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 erzielte das Unternehmen mit 18 Millionen Pfund einen Rekordumsatz. Der Bruttoverlust verringerte sich spürbar. Daraufhin hob der Vorstand die Umsatzprognose für das Gesamtjahr auf über 40 Millionen Pfund an.
Dennoch bleibt die Profitabilität eine Baustelle. Der Vorsteuerverlust weitete sich zuletzt auf über 45 Millionen Pfund aus. Ein komfortables Polster bietet die schuldenfreie Bilanz mit Barreserven von knapp 198 Millionen Pfund. Laut Schätzungen von Jefferies reicht dieses Kapital aus, um den Betrieb bis mindestens 2028 ohne frisches Geld aufrechtzuerhalten.
Analysten mahnen zur Vorsicht
Am Markt sorgt die Diskrepanz zwischen operativen Verlusten und hoher Marktkapitalisierung für hitzige Debatten. Während die Mehrheit der Analysten die Aktie formell zum Kauf empfiehlt, zeichnen die Kursziele ein anderes Bild. Die Schweizer Großbank UBS behält ihr Kursziel von 60 Pence bei und warnt explizit, dass die Bewertung den Fundamentaldaten weit vorausgeeilt sei.
Die endgültige Investitionsentscheidung für die Anlage in Sheffield will das Management unmittelbar nach dem Subventionsurteil im Juni treffen. Fällt die Entscheidung der britischen Behörden positiv aus, hat ITM Power das Kapital für den geplanten Kapazitätssprung gesichert. Ein negatives Votum würde die ehrgeizige Wachstumsstory hingegen abrupt ausbremsen.
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