ITM Power Aktie: ThyssenKrupp Nucera bremst Wasserstoffsektor
ThyssenKrupps Prognosesenkung belastet Wasserstoffaktien. ITM Power verliert 6,8 Prozent, Analysten bleiben gespalten.

- ThyssenKrupp senkt Umsatzprognose
- ITM Power verliert 6,8 Prozent
- Kooperation mit Rheinmetall vereinbart
- Finanzierung für Chronos-Projekt gesichert
ThyssenKrupp hat die Stimmung im Wasserstoffsektor abgekühlt — und ITM Power trifft das besonders hart. Der Elektrolyseur-Hersteller aus Sheffield verlor am Dienstag rund 6,8 Prozent und schloss bei 156,80 Pence.
ThyssenKrupp Nucera sorgt für Verunsicherung
Der Auslöser kam aus Deutschland. ThyssenKrupp senkte am 12. Mai seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr. Das Unternehmen verwies auf schwache Nachfrage in seinen Kernsegmenten und einen vorsichtigeren Ausblick für internationale Märkte.
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Besonders relevant für ITM Power: Die Tochter ThyssenKrupp Nucera — ein direkter Wettbewerber im Elektrolyseur-Markt — justiert ihr Geschäftsmodell. Sinkende Verkaufszahlen zwingen Nucera, die Strategie im Bereich grüner Wasserstoff zu überdenken. Das weckt Zweifel, ob die globale Wasserstoffnachfrage kurzfristig das erwartete Tempo erreicht.
Die Folge: Wasserstoffaktien gerieten breit unter Druck. Neben ITM Power verlor auch der norwegische Wettbewerber Nel ASA an Boden.
Bewertung nach starker Rally unter der Lupe
ITM Power hatte in den vergangenen zwölf Monaten rund 380 Prozent zugelegt. Das Kurshoch Anfang Mai lag bei etwa 179,70 Pence. Der aktuelle Rücksetzer auf 156,80 Pence wirkt vor diesem Hintergrund weniger dramatisch — er rückt aber die Bewertung ins Blickfeld.
Einige Marktbeobachter rechnen für 2026 mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis zwischen 22 und 38. Das ist ein hohes Niveau. Es setzt voraus, dass die Branche schnell wächst — genau das stellt Nuceras Kurswechsel gerade infrage.
Fundamentale Fortschritte als Gegengewicht
ITM Power hat in den vergangenen Wochen substanzielle Fortschritte gezeigt. Im April sicherte das Unternehmen ein Finanzierungspaket von 86,5 Millionen Pfund für das „Chronos“-Projekt. Davon stammen 40 Millionen Pfund von Great British Energy, weitere 46,5 Millionen Pfund kommen als Förderung vom britischen Energieministerium.
Hinzu kommt eine Kooperation mit Rheinmetall AG. Die im April angekündigte Partnerschaft zielt auf das „Giga PtX“-Projekt — ein dezentrales Netz zur Produktion synthetischer Kraftstoffe in Europa. Das öffnet ITM Power den Zugang zum verteidigungsnahen Markt für synthetische Treibstoffe.
Technische Marke und Analystenbild
Marktbeobachter behalten die 150-Pence-Marke als mögliche Unterstützungszone im Blick. Analysten sind gespalten: Einzelne Kursziele reichen bis 200 Pence, andere Häuser liegen deutlich darunter. Der Konsens bewegt sich zwischen „Halten“ und „Moderat Kaufen“.
Entscheidend wird sein, ob Großprojekte wie der 300-MW-Liefervertrag für den asiatisch-pazifischen Raum die Wachstumserwartungen untermauern können — oder ob der Nucera-Effekt das Vertrauen in die gesamte Branche länger belastet.
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