ITM Power: Planungsgenehmigung für 120-MW-Humber-Projekt
Die Baugenehmigung für Unipers Humber-Anlage befreit ITM Power von einem zentralen Unsicherheitsfaktor. Das Auftragsbuch wächst, doch Gewinne bleiben aus.

- Baugenehmigung für Humber-Projekt erteilt
- Umsatzprognose auf 43 Millionen Pfund angehoben
- Chronos-Fertigungslinie als Zukunftsschlüssel
- Mehrheit der Analysten rät zum Kauf
Für ITM Power läuft es gerade rund. Am Mittwoch erhielt Uniper die Baugenehmigung für seine Humber H2ub-Anlage nahe Killingholme im Nordosten Englands — und das befreit einen der wichtigsten Aufträge des Elektrolyseur-Herstellers aus Sheffield von einem zentralen Unsicherheitsfaktor.
ITM Power ist bereits als Technologielieferant für das Projekt gesetzt. Die Anlage soll 120 MW Elektrolyseurkapazität umfassen und die Humber-Raffinerie dekarbonisieren. Eine Erweiterung um weitere 200 MW oder mehr ist geplant. Die finale Investitionsentscheidung erwartet Uniper noch in diesem Jahr, der Betrieb soll 2029 starten.
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Volle Pipeline, fehlende Gewinne
Das Humber-Projekt ist kein Einzelfall. In Deutschland hat ITM Power Verträge mit der Stablegrid Group über insgesamt 710 MW unterzeichnet. Eine neue Berliner Tochtergesellschaft soll die Projektabwicklung übernehmen. Hinzu kommt eine Kapazitätsreservierung mit RWE über 150 MW Neptune-V-Elektrolyseure, abrufbar bis 2027.
Das Auftragsbuch steht bei 152 Millionen Pfund. 71 Prozent der Verträge gelten als profitabel — ein deutlicher Fortschritt gegenüber den verlustbringenden Altprojekten der Vergangenheit. Für das laufende Geschäftsjahr hob das Management die Umsatzprognose auf 40 bis 43 Millionen Pfund an. Im ersten Halbjahr erzielte ITM Power 18 Millionen Pfund Umsatz — ein historischer Höchstwert.
Profitabel ist das Unternehmen trotzdem nicht. Der operative Verlust dürfte bei rund 30 Millionen Pfund landen. Analysten sehen kurzfristig keinen Weg in die Gewinnzone. Zeus Capital zufolge hält ITM Power knapp 198 Millionen Pfund in der Kasse — genug, um den aktuellen Mittelabfluss mehrfach zu decken.
Chronos als Schlüssel zur Zukunft
Parallel läuft die Entscheidung über die neue Fertigungslinie Chronos. Sie soll PEM-Elektrolyseure mit doppelter Leistungsdichte und 40 Prozent niedrigeren Kosten produzieren. Das Ziel: ein Gigawatt Kapazität bis 2028.
Die Finanzierung steht auf zwei Säulen. Great British Energy hat 40 Millionen Pfund als strategische Eigenkapitalbeteiligung zugesagt. Das Energieministerium plant einen Zuschuss von 46,5 Millionen Pfund — vorbehaltlich der Genehmigung durch die britische Wettbewerbsbehörde CMA, die im Juni erwartet wird.
Das Analystenurteil fällt mehrheitlich positiv aus. Sieben von elf Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf, vier raten zum Halten, einer zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 101 Pence — deutlich unter dem aktuellen Kurs von rund 166 Pence. Die Bandbreite der Schätzungen reicht von 55 bis 310 Pence, was zeigt, wie unterschiedlich Analysten die Wachstumschancen bewerten.
Die CMA-Entscheidung zu Chronos im Juni wird zum nächsten Prüfstein. Fällt sie positiv aus, wäre die Finanzierung der nächsten Produktionsgeneration gesichert — und ITM Power hätte innerhalb weniger Wochen zwei strukturelle Hürden aus dem Weg geräumt.
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