Iveco Group Aktie: Squeeze-out für Minderheiten?
Im dritten Quartal verlor Iveco 45 Millionen Euro; für das Schlussquartal erwartet der Konzern profitablere Industrieaktivitäten.

- Konzernumsatz steigt um 1,4 Prozent
- Industriegeschäft operativ ausgeglichen
- Tata will Iveco-Investitionspläne unterstützen
- Bieterin plant Squeeze-out der Minderheitsaktionäre
Iveco Group erwartet nach einem verlustreichen dritten Quartal im Schlussquartal 2026 eine Erholung der Profitabilität. Das Unternehmen meldete am Dienstag einen Periodenverlust von 45 Millionen Euro.
Der Konzernumsatz stieg im dritten Quartal um 1,4% auf 3,16 Milliarden Euro. Bei den Industrieaktivitäten lag das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern dagegen bei null. Iveco erzielte damit trotz des Umsatzwachstums in diesem Bereich keinen bereinigten operativen Gewinn.
Industriegeschäft soll wieder profitabler werden
Für das vierte Quartal 2026 rechnet Iveco neben der Erholung der Profitabilität mit einer soliden Generierung freien Cashflows in den Industrieaktivitäten. Diese Aussagen formulierte das Unternehmen als Erwartungen für das Schlussquartal, nicht als bereits erreichte Ergebnisse.
Die Prognose zur Mittelgenerierung bezieht sich ausdrücklich auf das Industriegeschäft. Auch das ausgeglichene bereinigte operative Ergebnis betrifft diesen Bereich, während Iveco den Umsatz und den Periodenverlust für den Konzern meldete.
Tata unterstützt bestehende Investitionspläne
Tata Motors und Iveco Group erklärten am Dienstag, dass Iveco seinen Hauptsitz in Turin behalten werde. Auch die Markenidentitäten, die Belegschaft und die industrielle Präsenz sollen erhalten bleiben. Tata Motors will zudem die bestehende Strategie und die Investitionspläne von Iveco unterstützen.
Im Zusammenhang mit dem Übernahmeangebot erreichte TML CV Holdings B.V., eine vollständig zu Tata Motors gehörende Tochtergesellschaft, nach vorläufigen Angaben rund 96,29% des Iveco-Stammkapitals ohne eigene Aktien. Während der wiedereröffneten Annahmefrist wurden weitere rund 18,3 Millionen Aktien eingereicht.
Die Bieterin beabsichtigt, für die verbleibenden Aktien ein gesetzliches Squeeze-out-Verfahren nach niederländischem Recht einzuleiten. Damit sollen die noch ausstehenden Anteile der Minderheitsaktionäre übernommen werden.
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