IVG: Alles auf Anfang

Gerade einmal zwei Jahre ist es her, dass der Immobilienkonzern IVG in eine Schieflage geriet und mit der Insolvenz kämpfte. Eine grundlegende Sanierung des Unternehmens war die Folge, welche mittlerweile abgeschlossen wurde.

 

© IVG
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Zeit für den neuen Konzernchef Dietmar Binkowska, die Strategie des Unternehmens zu überdenken und zu verändern. Die Pläne hierfür verkündete IVG auf der jüngsten Hauptversammlung.

 

IVG will neue Tochter gründen

Der deutsche Immobilienmarkt befindet sich in einer ausgeprägten Konsolidierungsphase. Aufgrund der niedrigen Zinsen stehen Übernahmen und Fusionen in den täglichen Schlagzeilen. Waren bisher in der Mehrheit die Wohnimmobilien betroffen, wird dieser Trend nach Expertenmeinung auch in den Bereich der gewerblichen Immobilien übergreifen.

Hierauf will sich IVG nun zunehmend einstellen. Dafür hat man aus dem eigenen Bestand ein Kern-Portofolio an Büroimmobilien mit einem Wert von ca. 3 Mrd. Euro ausgewählt. Dieses Portfolio will IVG in eine neue Tochtergesellschaft ausgliedern.

Betroffen davon sind 120 Büroimmobilien und nach Meinung von Binkowska die „Filetstücke“ des Unternehmens mit deutlichem Wertsteigerungspotenzial. Vorbereitungen hierfür laufen bereits. Gleichzeitig will sich IVG damit für eine Rückkehr an den Kapitalmarkt rüsten. Jedoch:

 

Vielen Altaktionären des Unternehmens stecken noch die Erfahrungen mit ihrem Investment in den Knochen. Dadurch gab es einen enormen Vertrauensverlust, der - auch wenn inzwischen einige Zeit ins Land gegangen ist - nicht einfach vergessen wird. Anleger rannten damals in Scharen davon. Wer den Absprung nicht rechtzeitig schaffte, musste einen Totalverlust erleiden, dass vergisst der Markt nicht.

 

Abschied vom Auslandsgeschäft?

Ziel ist es nun, das neue Kerngeschäft bis zum kommenden Jahr wieder an den Kapitalmarkt zu bringen. Auch ermögliche dieser Schritt eine einfachere Refinanzierung. Der restliche Immobilienbestand, der von der IVG selbst gehalten wird, soll verkauft werden.

Der Wert dieser Immobilien soll bei ca. 500 Mio. Euro liegen. Im Ausland will das Unternehmen nur den Bestand in Finnland behalten. Alle anderen Immobilien in Frankreich, Polen und Ungarn stehen damit ebenfalls zum Verkauf.

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