JBS Aktie: Expansion trifft Streikgefahr

Der Fleischriese JBS treibt sein internationales Wachstum im Halal-Sektor voran, sieht sich aber gleichzeitig mit einem drohenden Arbeitskampf in einem seiner größten US-Werke konfrontiert.

Die Kernpunkte:
  • Investitionen in Multi-Protein-Produktion im Oman
  • Umsatzrekord der US-Marke 'Just Bare'
  • Streikdrohung im Schlachtbetrieb in Colorado
  • Abwägung von Wachstumsplänen gegen operative Risiken

JBS navigiert derzeit zwischen ambitionierter globaler Expansion und operativen Herausforderungen im US-Kernmarkt. Während das Unternehmen massiv in den Halal-Sektor investiert, trübt ein drohender Arbeitskampf in Colorado das Bild. Investoren müssen nun abwägen, wie schwerwiegend die kurzfristigen Risiken gegenüber den langfristigen Wachstumsplänen wiegen.

Fokus auf den Halal-Markt

Ein zentraler Pfeiler der aktuellen Strategie ist der gezielte Vorstoß in den globalen Halal-Markt. JBS investierte zuletzt in eine Multi-Protein-Produktionsplattform im Oman, um eine Zielgruppe von potenziell zwei Milliarden Konsumenten direkt zu adressieren. Diese Anlage ergänzt bestehende regionale Investitionen und soll die lokale Produktionskapazität signifikant steigern, um die Abhängigkeit von Importen zu verringern.

Auch innerhalb der USA zeigen sich Lichtblicke im Portfolio. Die Marke „Just Bare“ der Tochtergesellschaft Pilgrim’s Pride überschritt kürzlich die Umsatzmarke von einer Milliarde US-Dollar im jährlichen Einzelhandel. Dieser Meilenstein unterstreicht die robuste Nachfrage nach veredelten Proteinprodukten und stützt die Margen im US-Geschäft.

Drohender Arbeitskampf in Colorado

Trotz der operativen Erfolge bei den Endverbrauchermarken nehmen die Risiken in der Produktion zu. Im Rindfleischverarbeitungswerk in Greeley, Colorado – einer der größten Anlagen in den USA – stimmten Gewerkschaftsmitglieder Anfang Februar für die Autorisierung eines Streiks. Den Verantwortlichen werden unlautere Arbeitspraktiken vorgeworfen.

Können die internationalen Wachstumsimpulse die drohenden Produktionsausfälle im Heimatmarkt kompensieren? Ein tatsächlicher Arbeitsstopp ist zwar noch nicht sicher, die bloße Drohung sorgt jedoch für Unsicherheit in der Lieferkette.

Die weitere Entwicklung der Aktie hängt maßgeblich davon ab, ob JBS den Konflikt in Colorado ohne langwierigen Stillstand beilegen kann. Sollte es zum Streik kommen, drohen steigende Lohnkosten und Lieferengpässe, die den positiven Effekt der Umsatzrekorde bei Pilgrim’s Pride neutralisieren könnten. Langfristig bleibt die erfolgreiche Integration der neuen Produktionskapazitäten im Oman der entscheidende Faktor für das globale Volumenwachstum.

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