JD.com: Dieser Verdacht kann noch Konsequenzen haben

Der chinesische Onlinehändler JD.com hat eine klare Mission: Man will zum ernsthaften Amazon-Konkurrenten werden. Das kostet allerdings erst einmal viel Geld, weshalb das Unternehmen im letzten Quartal auch einen deutlich höheren Verlust ausweisen musste.

Doch ist es nicht das operative Geschäft, was den Börsianern derzeit Kopfzerbrechen macht, sondern eine Personalie.

Hat JD.com nun ein Führungsproblem?

Denn vor wenigen Tagen wurde Gründer und Firmenchef Richard Liu kurzzeitig in den USA wegen des Verdachts der Vergewaltigung verhaftet. Zwar wurde er relativ zügig ohne Auflagen und Kaution wieder entlassen. Doch gänzlich ausgeräumt bzw. abgeschlossen ist das Verfahren noch nicht. Dass er nach seiner Freilassung wieder nach China geflogen ist, ist nachvollziehbar, könnte aber insgesamt die Sachlage verkomplizieren, falls es zu einer Anklage kommt.

Keine Entwarnung

Denn es ist wohl kaum vorstellbar, dass sich Liu in solch einem Fall wieder nach Amerika begibt. Doch das würde dann sicherlich die an der Nasdaq notierte Aktie bzw. ihre Geschäftsambitionen in den USA selbst negativ tangieren. Deshalb hat es nach der ersten Meldung auch einen kräftigen Kursverlust in der Aktie gegeben. Dieser konnte in den letzten Tagen zwar etwas aufgeholt werden, doch Entwarnung dürfte es hier vorerst wohl kaum geben.

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