JD.com: Warum zündet die Wachstumsstrategie nicht an der Börse?

Der Alibaba-Verfolger JD.com hat derzeit an der Börse keinen einfachen Stand. Der Aktie steckt immer noch in den Knochen, dass man im letzten Jahr nicht den erwarteten Gewinn präsentieren konnte.

Die massiven Expansionskosten, die auch in diesem Jahr anfallen, dürften entsprechend auch die derzeitigen Gewinnerwartungen unter großen Vorbehalt stellen. Deshalb kam die Aktie massiv unter Druck und kann sich derzeit nur mit Mühe im Bereich zwischen 31 und 33 Dollar für die ADR stabilisieren.

Was JD.com von Alibaba unterscheidet?

Dabei hätte JD.com beste Voraussetzungen, um wieder zum Börsenstar zu werden. Das Unternehmen ist beim Aufbau seines E-Commerce-Geschäftes extrem ambitioniert. Dabei geht man mehr den Weg von Amazon. Dies heißt, dass man nicht wie Alibaba nur eine Plattform für Händler und Kunden bereitstellt, sondern eigene Lagerhaltung betreibt. Damit hat man inzwischen auch große Anbieter auf dem Einzelhandel an sich binden können. So kooperiert man beispielsweise mit Wal-Mart und erst kürzlich hat Unilever eine Kooperation in China unterschrieben.

Hat es JD.com zu eilig?

Dennoch: JD.com hat vor allem im chinesischen Heimatmarkt noch einige Probleme. Viele Analysten halten es entsprechend für voreilig, hier schon massiv in die Internationalisierung zu investieren. Viele fürchten, dass hier der zweite vor dem ersten Schritt getan wird. Und das sorgt auch für entsprechende Skepsis gegenüber der Aktie. Allerdings könnte sich das Blatt sehr schnell wenden, wenn JD.com bei seinen nächsten anstehenden Quartalszahlen im November ein deutlich besseres Bild abgibt.

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