Jeld-WEN Aktie: Verlust doppelt so hoch wie erwartet

Geopolitische Spannungen und hohe Energiekosten drücken die Aktie des Fensterbauers. Zudem enttäuschte das Unternehmen mit schwachen Quartalszahlen.

Die Kernpunkte:
  • Kursrutsch durch Ölpreisschock
  • Quartalsverlust übertrifft Erwartungen
  • Neue Türsysteme aus Glasfaser
  • Finanzchefin verkauft Aktienanteile

Geopolitische Spannungen und steigende Energiekosten setzen Jeld-WEN zu. Die Aktie des US-Fensterbauers verlor am Dienstag massiv an Boden. Anleger reagieren nervös auf die instabile Lage am Ölmarkt.

Energiepreise drücken die Margen

Ein Raketenangriff auf Tanker in der Straße von Hormus löste Schockwellen aus. In der Folge kletterten die Ölpreise kräftig. Brent-Rohöl stieg in Richtung 75 US-Dollar, während WTI rund 71 US-Dollar erreichte.

Höhere Energiekosten belasten die Produktion und Logistik massiv. Das drückt direkt auf die Gewinnspannen des Herstellers. Zusätzlich erschweren hohe Zinsen das Marktumfeld für die Baubranche. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen liegt aktuell bei rund 4,47 Prozent.

Schwache Zahlen belasten den Kurs

Jeld-WEN enttäuschte zuletzt bei den Gewinnerwartungen. Im ersten Quartal meldete das Unternehmen einen Verlust von 0,50 US-Dollar je Aktie. Analysten hatten lediglich mit einem Minus von 0,29 US-Dollar gerechnet.

Der Umsatz lag mit 722 Millionen US-Dollar zwar leicht über den Prognosen. Dennoch bleibt die finanzielle Lage angespannt. Das Management versucht derweil gegenzusteuern und brachte neue Türsysteme aus Glasfaser auf den Markt.

Intern gab es kleinere Aktienverkäufe durch die Führungsebene. Finanzchefin Samantha Stoddard veräußerte Anfang Juli rund 1.200 Anteile zu 1,47 US-Dollar. Der Verkauf diente zur Deckung von Steuerverpflichtungen aus Aktienoptionen.

Die Marktkapitalisierung von Jeld-WEN liegt nun bei rund 107 Millionen US-Dollar. Analysten geben ein mittleres Kursziel von 2,43 US-Dollar aus. Die Spanne der Expertenbewertungen reicht dabei bis zu 3,25 US-Dollar.

Im August veröffentlicht Jeld-WEN die Zahlen zum zweiten Quartal nach US-Börsenschluss. Am darauffolgenden Morgen findet dazu ein Analysten-Call statt. Bis dahin bestimmen die Entwicklung der Ölpreise und das Zinsniveau die Stimmung der Investoren.

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