JinkoSolar Aktie: 722 Megawattstunden für Indien

JinkoSolar liefert einen großen Batteriespeicher nach Indien und diversifiziert ins Speichergeschäft, während der Solarmarkt schwächelt.

Die Kernpunkte:
  • Großauftrag für Batteriespeicher in Indien
  • Beteiligung an IPO von Senior Material
  • Aktie mit deutlichem Jahresverlust
  • Strategische Wende ins Speichergeschäft

JinkoSolar liefert einen großen Batteriespeicher nach Indien aus – 722 Megawattstunden, 144 Einheiten des Typs SunTera G2. Der Deal zeigt: Der chinesische Solarkonzern setzt zunehmend auf das Speichergeschäft, während der Solarmodul-Markt kriselt.

Die Anlage ist für ein Großkraftwerk in Indien bestimmt. Die Systeme wurden speziell für heiße, feuchte und staubige Umgebungen ausgelegt, wie sie in Teilen Südasiens üblich sind. Anita Li, Vizepräsidentin von Jinko ESS, spricht von einem Beleg für die betriebliche Zuverlässigkeit unter extremen Bedingungen.

Mehr als nur Solar

Parallel dazu beteiligt sich JinkoSolar an einer weiteren Energieinvestition. Der Konzern gehört zu den 13 Eckinvestoren des bevorstehenden Börsengangs von Senior Material, einem Hersteller von Lithium-Ionen-Batterieseparatoren. Der IPO in Hongkong soll noch im Juni über die Bühne gehen.

Die strategische Wende kommt nicht von ungefähr. JinkoSolar steht unter Druck. Die Aktie notiert aktuell bei 16,48 Euro, ein Minus von rund 31 Prozent seit Jahresbeginn. Das 52-Wochen-Hoch von 27,45 Euro aus dem November 2025 ist in weiter Ferne.

Storages als Rettungsanker?

Der RSI liegt bei 36,9 – nahe an der Schwelle, ab der manche Anleger technische Gegenbewegungen erwarten. Der Kurs notiert zudem rund 24 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Die Volatilität ist mit knapp 60 Prozent annualisiert hoch.

Während JinkoSolar auf Speicher und internationale Projekte setzt, bauen Wettbewerber ihre Produktion in den USA massiv aus. Erst kürzlich startete dort eine integrierte Solarzellenfertigung. Die Preiskonkurrenz im globalen Solarmodul-Markt bleibt intensiv.

Ob die Diversifizierung in Batteriespeicher ausreicht, um den Abwärtstrend zu brechen, wird sich im zweiten Halbjahr zeigen. Zunächst liefert der Indien-Deal ein positives Signal.

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