JinkoSolar Aktie: Chen bleibt trotz Verkäufen Großaktionär

JinkoSolar meldet veränderte Beteiligungen, baut Speicher in Deutschland und erhielt einen Zuschlag für ein Solarkraftwerk in China.

Die Kernpunkte:
  • Zhuoling International hält nun 5,1 Prozent
  • Jinko ESS entwickelt 220 MWh Speicherportfolio
  • Zuschlag für 220-MW-Solaranlage in China
  • Aktie verlor am Mittwoch 1,9 Prozent

Bei JinkoSolar kam es zu Veränderungen im Aktionärskreis. Nach der Transaktion beläuft sich der Anteil von Zhuoling International auf 5,1 Prozent der Anteile. Für Director Kangping Chen wurde eine wirtschaftliche Beteiligung von 13,1 Prozent ausgewiesen.

Die gemeldeten Verkäufe betreffen wichtige Anteilseigner des Solarkonzerns. Kangping Chen bleibt trotz der erfolgten Abgaben einer der maßgeblichen Eigentümer des Unternehmens. Marktteilnehmer verfolgen solche Schritte bei Großaktionären aufmerksam, da Verkäufe über den offenen Markt das Angebot an frei handelbaren Papieren erhöhen und direkte Rückschlüsse auf das Handeln von Insidern ermöglichen.

Speicherprojekte in Europa und Ausbau in China

Parallel zu den Transaktionen treibt das Unternehmen das operative Geschäft voran. Die Konzerntochter Jinko ESS baut in Deutschland an einem Speicherportfolio mit einer Kapazität von 220 MWh. Das Vorhaben kombiniert Batteriespeicher sowie Handelssysteme mit Photovoltaikanlagen.

Zudem sicherte sich das Unternehmen in China den Zuschlag für eine schwimmende Solaranlage im Salzfeld Qingkou in Lianyungang mit einem Volumen von 220 MW, die mit Modulen der Serie Tiger Neo 3 bestückt wird.

Zu dem chinesischen Großprojekt nannte das Unternehmen weder das finanzielle Auftragsvolumen noch den konkreten Auftraggeber. Strategisch ergänzen die Vorhaben die bestehenden Kapazitäten des Konzerns. Vor rund zwei Wochen genehmigte JinkoSolar zudem ein Umbauprojekt am Standort Haining, um Fertigungsstrukturen an neue technologische Anforderungen anzupassen.

Anreizprogramm der Tochtergesellschaft und Marktlage

Auf Ebene der in China notierten Tochtergesellschaft Jinko Solar Co., Ltd. wurde ein Aktienprogramm für Beschäftigte vorgeschlagen. Der Plan umfasst bis zu 260 Millionen A-Aktien-Einheiten, wobei eine erste Tranche von 234 Millionen Einheiten zu RMB 2,00 je Anteil ausgegeben werden soll.

Die Kriterien für dieses Vorhaben sind an konkrete Leistungsziele gekoppelt. Vorgesehen sind dabei unter anderem eine Reduzierung des Nettoverlusts sowie ein Zuwachs beim operativen Cashflow. Das Management versucht damit Schlüsselkräfte an die Erholung der Ertragskraft zu binden, während die gesamte Solarbranche unter anhaltendem Preisdruck leidet.

An den Finanzmärkten schlägt sich das herausfordernde Umfeld in gedrückten Notierungen nieder. Am gestrigen Mittwoch verbuchte das Wertpapier einen Kursrückgang von 1,9 Prozent und ging bei 7,91 Euro aus dem Handel. Damit bewegt sich der Titel in unmittelbarer Nähe zu seinem 52-Wochen-Tief von 7,76 Euro.

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