JinkoSolar Aktie: Großinvestor verkauft 2 Millionen Aktien

Zhuoling veräußerte 2,02 Millionen Aktien; zugleich meldete JinkoSolar Testergebnisse und brachte eine Speicherlösung auf den Markt.

Die Kernpunkte:
  • Zhuoling verkaufte 2,02 Millionen Aktien
  • Restbestand entspricht 5,1 Prozent
  • Katar-Test ergab 1,92 Prozent Leistungsgewinn
  • Pomerantz prüft mögliche Ansprüche gegen JinkoSolar

Bei JinkoSolar trennt sich ein Großinvestor von bedeutenden Anteilen. Zhuoling International Limited veräußerte zwischen dem 22. und 29. September insgesamt 2.020.000 Stammaktien des Solarkonzerns in Form von American Depositary Shares (ADS).

Wie aus einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, erfolgten die Verkäufe über den offenen Markt. Nach den Transaktionen hält Zhuoling International noch 10.780.000 Stammaktien, was einem Anteil von 5,1 Prozent entspricht.

Der Ausstieg in Millionenhöhe erhöht das Angebot an Papieren in einer ohnehin angespannten Marktphase. Für die Anleger wiegt ein solcher Rückzug schwer, da Großinvestoren mit ihren Verkäufen oft Skepsis bezüglich der kurzfristigen Geschäftsentwicklung signalisieren. Die Verkäufe belasten das Marktumfeld spürbar.

Im heutigen Handel verliert das Papier 1,9 Prozent auf 8,25 Euro. Über die vergangenen sieben Tage summieren sich die Einbußen damit auf ein Minus von 2,9 Prozent.

Praxistests und neue Speicherlösungen

Auf operativer Ebene meldet der Hersteller hingegen technische Fortschritte. Am Dienstag wurden Ergebnisse eines Feldtests im Wüstenstaat Katar bekannt, der vom 7. Juli bis zum 22. August stattfand. Medienberichten zufolge erzielten die Tiger-Neo-3.0-Module des Unternehmens dabei einen durchschnittlichen Leistungsgewinn von 1,92 Prozent pro Watt.

Solche Effizienzgewinne unter extremen Klimabedingungen sind für Kunden in sonnenreichen Regionen ein wichtiges Kriterium. Bereits am 22. September brachte der Konzern zudem die Photovoltaik-Speicherlösung Sunny 365 auf den Markt. Das System kombiniert Tiger-Neo-3.0-Module mit dem Gewerbespeicher SunGiga G2 und zielt auf kleine sowie mittlere Industrieunternehmen ab.

Juristische Unsicherheiten belasten

Neben den Anteilstransaktionen rücken auch juristische Themen in das Blickfeld der Investoren. Die Kanzlei Pomerantz kündigte eine Untersuchung gegen JinkoSolar sowie einzelne Mitglieder der Unternehmensführung an. Geprüft werden mögliche Ansprüche wegen Wertpapierbetrugs oder unzulässiger Geschäftspraktiken. Es handelt sich dabei um den Beginn einer anwaltlichen Prüfung, nicht um einen festgestellten Rechtsverstoß.

Für die Anteilseigner bleibt die Gemengelage vielschichtig. Einerseits treibt das Unternehmen seine Produktpalette und die Weiterentwicklung seiner Module voran. Andererseits drücken Verkäufe großer Anteilseigner und juristische Fragestellungen auf die Stimmung.

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