JinkoSolar Aktie: Strategischer US-Deal
Der Solarhersteller JinkoSolar schließt einen Liefervertrag für US-Stahlrahmen, um lokale Förderkriterien zu erfüllen und sich von Importbeschränkungen unabhängiger zu machen.

- Mehrjähriger Deal mit US-Zulieferer Nextpower
- Ziel ist Erfüllung der IRA-Förderkriterien
- US-Wertschöpfungsanteil steigt um sechs Prozent
- Aktuelle Quartalszahlen zeigen schrittweise Stabilisierung
JinkoSolar setzt verstärkt auf die Produktion in den Vereinigten Staaten. Durch eine neue Partnerschaft zur Belieferung seines Werks in Florida will der Solargigant nicht aus rein ökologischen Gründen Emissionen senken, sondern vor allem von massiven staatlichen Förderungen profitieren. In einem Marktumfeld, das von Handelshemmnissen geprägt ist, könnte dieser Schritt die Wettbewerbsfähigkeit in Nordamerika sichern.
Fokus auf US-Wertschöpfung
Die Vereinbarung mit dem Zulieferer Nextpower sieht die Lieferung von im Inland gefertigten Stahlrahmen für das Modulwerk in Jacksonville vor. Der mehrjährige Vertrag umfasst zunächst ein Volumen von über einem Gigawatt und soll innerhalb von drei Jahren auf bis zu drei Gigawatt anwachsen. Ab Mitte 2026 ist die Integration in die Fertigung geplant.
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Hinter diesem Schritt steckt ein kalkulierter wirtschaftlicher Vorteil: Der Wechsel von importiertem Aluminium zu heimischem Stahl reduziert den CO2-Fußabdruck der Fertigung zwar um bis zu 90 Prozent, doch entscheidend ist die regulatorische Komponente. Warum ist das für Anleger relevant? Durch die Integration lokaler Komponenten steigt der US-Wertschöpfungsanteil um sechs Prozent. Damit erfüllt JinkoSolar leichter die strengen Kriterien für Steuergutschriften aus dem Inflation Reduction Act (IRA), was die Profitabilität der Projekte direkt beeinflusst.
Marktumfeld und operative Lage
Der strategische Schwenk erfolgt vor dem Hintergrund eines schwierigen US-Marktes. Im ersten Halbjahr 2025 brachen die Modulimporte aufgrund von Zöllen und regulatorischen Hürden um über 40 Prozent ein. Während die theoretischen Kapazitäten in den USA steigen, hinkt die tatsächliche Produktion vielerorts noch hinterher. JinkoSolar versucht hier, durch eine lokalisierte Lieferkette unabhängiger von Importbeschränkungen zu werden.
Finanziell zeigt das Unternehmen eine schrittweise Stabilisierung. Im dritten Quartal 2025 lag der Umsatz bei rund 2,27 Milliarden US-Dollar. Der Nettoverlust konnte auf 105,3 Millionen US-Dollar reduziert werden, was eine Verbesserung im Vergleich zum Vorquartal darstellt. Operativ bleibt das Volumen hoch: Mit einem angestrebten Jahresabsatz von bis zu 100 Gigawatt behauptet das Unternehmen seine Marktstellung, auch wenn die Bruttomarge mit zuletzt 7,3 Prozent weiterhin unter Druck steht.
Ausblick und Analysten-Echo
Trotz der strategischen Fortschritte bleibt das Echo am Markt verhalten. Die Analysten sind gespalten, was sich in einer extrem breiten Spanne der Kursziele zwischen 10,95 USD und 65,00 USD widerspiegelt. Die Mehrheit der Institutionen verharrt derzeit in einer neutralen Position oder rät zur Reduzierung, da die globale Neukalibrierung des Sektors die Kursentwicklung belastet.
Nachdem die Aktie am vergangenen Freitag mit einem leichten Plus von 1,13 % bei 22,45 Euro aus dem Handel ging, bleibt sie mit einem Minus von knapp 6 % seit Jahresbeginn in einer schwierigen Verfassung. Klarheit über die kurzfristige finanzielle Entwicklung werden die Zahlen zum vierten Quartal 2025 liefern, die JinkoSolar voraussichtlich am 6. März 2026 veröffentlichen wird.
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