Johnson & Johnson Aktie: Die Orthopädie-Frage!
Guggenheim erwartet 25,49 Milliarden US-Dollar Quartalsumsatz; Gespräche über einen Verkauf der Orthopädie-Sparte laufen.

- Quartalszahlen erscheinen am 13. Oktober
- Guggenheim hält an Kaufempfehlung fest
- Apollo verhandelt über Orthopädie-Sparte
- Jahresgewinn je Aktie bis 11,75 US-Dollar erwartet
Der US-Gesundheitskonzern Johnson & Johnson steuert auf die Vorlage seiner Zahlen für das dritte Quartal am 13. Oktober zu. Das Analysehaus Guggenheim bekräftigte heute seine Kaufempfehlung für den Titel. Am Markt legte das Papier heute um 2,2 Prozent auf 231,20 Euro zu.
Für das abgelaufene Jahresviertel prognostiziert Guggenheim einen Quartalsumsatz von 25,49 Milliarden US-Dollar. Dieser Wert liegt leicht über der durchschnittlichen Konsensschätzung von 25,37 Milliarden US-Dollar. Beim Gewinn je Aktie stellt das Institut 2,49 US-Dollar in Aussicht.
Die Experten verweisen auf positive Trends bei den Verschreibungen wichtiger Kernmedikamente. Vor allem die Nachfrage nach den Immunologie- und Krebspräparaten Tremfya und Erleada stützt das operative Geschäft. Demgegenüber steht ein abnehmendes Volumen beim Lungenhochdruck-Medikament Opsumit, das unter der erwarteten Erosion durch Nachahmerpräparate leidet.
Mögliche Portfoliobereinigung und Spartenverkauf
Neben den bevorstehenden Quartalsergebnissen rücken strategische Portfolioentscheidungen in den Mittelpunkt des Interesses. Medienberichten zufolge führt der Finanzinvestor Apollo Gespräche über die Übernahme der Orthopädie-Sparte des Konzerns. Im Raum steht dabei eine Bewertung des Bereichs von knapp 20 Milliarden US-Dollar.
Eine Trennung von diesem Geschäftsfeld würde die Ausrichtung auf forschungsintensive Segmente schärfen. Marktbeobachter erwarten, dass sich der Konzern künftig noch gezielter auf Kernbereiche wie Onkologie und Immunologie konzentriert. Zusätzliche Klarheit über die langfristige Strategie verspricht eine Überprüfung der Geschäftsfelder, zu der das Unternehmen für den 8. Dezember 2026 eingeladen hat.
Zuversicht für das Gesamtjahr
Die Zielmarken für das laufende Geschäftsjahr bleiben ambitioniert. Für das Gesamtjahr 2026 stellte das Management zuletzt einen Gewinn von bis zu 11,75 US-Dollar je Aktie in Aussicht. An der Wall Street fällt das Urteil mehrheitlich positiv aus: Die Kursziele weiterer Banken reichen in der Spitze bis zu 320 US-Dollar. Vom 52-Wochen-Hoch trennt die Notierung aktuell ein Abstand von 4,7 Prozent.
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