Johnson & Johnson Aktie: Rekordhoch in Reichweite

Analysten erwarten für das dritte Quartal weniger Gewinn, aber höhere Erlöse; Langzeitdaten zu Tremfya zeigen Remissionsraten bis 94 Prozent.

Die Kernpunkte:
  • Gewinnschätzung unter Vorjahreswert
  • Umsatzkonsens bei 25,4 Milliarden Dollar
  • Tremfya-Studien zeigen Remissionen bis 94 Prozent
  • Fistel-Remission über Placebo-Niveau

Vor der Zahlenvorlage zum dritten Quartal sendet der Konzern positive Signale. Die Aktie hat zum Wochenauftakt zugelegt und nähert sich wieder dem Anfang September markierten Allzeithoch. Heute vor US-Börsenstart entscheidet sich, ob der Schwung hält.

Erwartungen an das dritte Quartal

Analysten rechnen mit einem Gewinn von 2,52 Dollar je Aktie. Das wäre weniger als die 2,80 Dollar im Vorjahreszeitraum. Beim Umsatz erwartet der Markt dagegen ein Plus: Die Konsensschätzung liegt bei 25,4 Milliarden Dollar, nach 24,0 Milliarden Dollar im dritten Quartal 2025.

Im Fokus steht zudem der Ausblick. Im Vorquartal hatte das Management die Prognose angehoben. Das operative Umsatzwachstum für 2026 soll nun zwischen 6,5 und 7,1 Prozent liegen. Das bereinigte operative Ergebnis je Aktie peilt der Konzern bei 11,50 bis 11,65 Dollar an.

Die Historie spricht für J&J. In den vergangenen zwei Jahren übertraf das Unternehmen die Umsatzerwartungen in allen Fällen und die Gewinnschätzungen in 88 Prozent der Fälle. Die Messlatte liegt entsprechend hoch.

Tremfya liefert Rückenwind

Parallel dazu stützen neue Phase-3-Langzeitdaten die Hoffnungen auf Tremfya (Guselkumab). Über drei Jahre erreichten Erwachsene mit Morbus Crohn in den Studien GALAXI 2 und GALAXI 3 klinische Remissionsraten von bis zu 94 Prozent. Beim Acht-Wochen-Schema lag die Quote bei 94 Prozent, beim Vier-Wochen-Schema bei 91 Prozent.

Bei der endoskopischen Remission führt dagegen das häufigere Schema: 61 Prozent der Patienten im Vier-Wochen-Takt erreichten sie, im Acht-Wochen-Takt waren es 52 Prozent. In beiden Gruppen waren zudem 88 Prozent nach 90 Tagen klinisch in Remission, ohne auf Kortikosteroide angewiesen zu sein.

Auch bei Fisteln meldet der Konzern Fortschritte. In der Studie FUZION erreichten nach 24 Wochen 28 beziehungsweise 27 Prozent der Patienten eine kombinierte Fistel-Remission. Unter Placebo waren es 10 Prozent.

Heute zählt vor allem, ob J&J beim Umsatz erneut über der Erwartung von 25,4 Milliarden Dollar landet und die Jahresziele bestätigt oder anhebt. Gelingt beides, dürfte das Rekordhoch schnell in Reichweite rücken.

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