Jungheinrich Aktie: EFG MB und MC starten in Asien-Pazifik

Die EFG-Modelle sind bestellbar; Analysten senkten ihre Einschätzung, während Jungheinrich den Quartalsbericht für November plant.

Die Kernpunkte:
  • Neue EFG-Reihen in Asien-Pazifik verfügbar
  • Traglasten von 1,6 bis 3,0 Tonnen
  • Bank of America senkte Kursziel auf 21 Euro
  • Quartalsbericht für den 10. November angekündigt

Jungheinrich verstärkt seine Aktivitäten im internationalen Geschäft. Das Unternehmen kündigte heute den Marktstart der neuen Elektrostapler-Baureihen EFG MB und EFG MC im Asien-Pazifik-Raum an. Beide Modellreihen decken Tragfähigkeiten von 1,6 bis 3,0 Tonnen ab und sind ab sofort bestellbar.

Mit diesem Schritt erweitert der Konzern sein Portfolio in einer wichtigen Wachstumsregion außerhalb des europäischen Heimatmarktes. Die neuen Modelle zielen darauf ab, die Nachfrage nach elektrisch angetriebenen Gegengewichtsstaplern im mittleren Preissegment gezielt zu bedienen.

Der Trend zu integrierten Miet- und Betreibermodellen gewinnt in der Branche spürbar an Bedeutung. Viele Logistikdienstleister meiden hohe Vorabinvestitionen und binden ihre Flottenplanung stattdessen an flexible Servicestrukturen.

Parallel dazu treibt das Hamburger Unternehmen Automatisierungsprojekte voran. Vor rund zwei Wochen startete der Vertrieb des autonomen mobilen Roboters EAC 212a, für den bereits im Vorfeld eine rege Nachfrage verzeichnet wurde.

Skepsis unter Analysten dämpft Stimmung

Am Kapitalmarkt dominieren vorsichtige Töne. Tore Fangmann, Analyst der Bank of America, stufte die Aktie am 8. Oktober auf „Underperform“ herab und senkte das Kursziel von 35 auf 21 Euro. Laut dpa-AFX begründete Fangmann den Schritt mit einer fehlenden kurzfristigen Erholung im europäischen Staplermarkt sowie Belastungen durch Zinsen, Inflation und Konkurrenz aus China.

Zurückhaltend positioniert sich auch die Schweizer Großbank UBS. Sie nahm die Beobachtung des Wertpapiers Mitte Oktober mit einer neutralen Bewertung und einem Kursziel von 24 Euro auf.

Aktie bleibt unter Druck vor Quartalsbericht

Die konjunkturelle Verunsicherung spiegelt sich in der Kursentwicklung wider. Am gestrigen Montag ging die Aktie bei 21,90 Euro aus dem Handel. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier damit ein Minus von 38 Prozent.

Gewissheit über den operativen Geschäftsverlauf erwarten die Anleger von den kommenden Zwischenzahlen. Der Konzern wird seinen nächsten Quartalsbericht am 10. November vorlegen.

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