Jungheinrich Aktie: UBS startet mit Neutral
Die UBS würdigt Jungheinrichs Marktposition, sieht aber Wettbewerbsdruck und schwächere Margen als Belastungsfaktoren.

- UBS bewertet Jungheinrich mit Neutral
- Kursziel der UBS: 24 Euro
- Halbjahresauftragseingang steigt um 7,7 Prozent
- Ebit sinkt auf unter 145 Millionen Euro
Die UBS nimmt Jungheinrich neu in die Bewertung auf, und das Urteil fällt gemischt aus. Analyst Sven Weier vergibt „Neutral“ mit einem Kursziel von 24 Euro. Das liegt etwas über dem aktuellen Kurs von gut 21 Euro, aber deutlich unter dem, was andere Häuser zuletzt aufriefen.
UBS sieht Stärken und Abstriche
Weier lobt die starke europäische Marktposition des Staplerbauers. Hinzu kommt die vergleichsweise defensive Ausrichtung auf die Endmärkte. Die Nachfrage nach Flurförderzeugen habe sich gut entwickelt, vor allem im unteren Marktsegment. Dieser Trend dürfte sich aus Sicht der Bank fortsetzen.
Allerdings liegen seine Ergebnisprognosen auf Ebit-Basis 4 bis 6 Prozent unter den Konsensschätzungen. Er verweist auf den Wettbewerbsdruck und Veränderungen im Produktmix. Die Aufträge sind da, nur bleibt davon weniger hängen.
Marge als Kernproblem
Die Halbjahreszahlen zeigen genau dieses Muster. Der Auftragseingang legte um 7,7 Prozent auf 2,95 Milliarden Euro zu. Das Ebit sank dagegen von über 210 auf unter 145 Millionen Euro, die operative Marge liegt bei 5,4 Prozent.
Chinesische Anbieter drücken mit niedrigen Preisen auf die Erträge. Die Bank of America hatte deshalb vergangene Woche auf „Underperform“ abgestuft und das Kursziel von 35 auf 21 Euro gekappt. Die Aktie fiel am 8. Oktober um über 6 Prozent auf unter 21 Euro, den tiefsten Stand seit rund vier Jahren. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf knapp 40 Prozent.
Das Analystenbild ist entsprechend gespalten. MPCM hält an „Buy“ fest und sieht die Aktie bei 41 Euro, die UBS liegt bei 24 Euro, die Bank of America bei 21 Euro.
Chartbild und Impulse
Positive Nachrichten gibt es durchaus. Der Transportroboter EAC 212a ist im Verkauf, zudem soll ein Rahmenauftrag von Kühne+Nagel über 5.000 Fahrzeuge vorliegen. An der Marge ändert das kurzfristig wenig.
Charttechnisch bleibt der Abwärtstrend intakt. Das jüngste Tief liegt bei 20,86 Euro. Fällt die Aktie darunter, rückt die Marke von 15 Euro in den Blick. Nach oben bildet die Zone um 22 Euro die erste Hürde, spürbare Entspannung käme erst oberhalb von 23,50 Euro. Das UBS-Ziel von 24 Euro liegt genau in diesem Bereich. Die Zahlen zum dritten Quartal dürften zeigen, ob die Marge stabilisiert werden kann.
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