Kaffeepreis: Arabica fällt auf 265,82 Cent
Fed-Chef Warsh signalisiert Zinserhöhungen, während Frieden im Nahen Osten die Frachtkosten senkt. Arabica-Kurs fällt auf 265,82 US-Cent.

- Arabica-Kurs fällt auf 265,82 US-Cent
- Fed-Chef Warsh kündigt Zinserhöhung an
- Friedensabkommen senkt Transportkosten
- Brasilien erwartet Rekordernte bei Kaffee
Kevin Warsh sorgt für Unruhe am Rohstoffmarkt. Er kündigte in seiner ersten Pressekonferenz als Fed-Chef überraschend Zinserhöhungen an. Parallel dazu entspannt sich die Lage im Nahen Osten. Das bedeutet Gegenwind für Kaffee. Der Preis für Arabica fiel zum Wochenschluss auf 265,82 US-Cent pro Pfund.
Der Dollar-Schock durch Kevin Warsh
Der Kaffeemarkt reagiert empfindlich auf die neue Linie der US-Notenbank. Kevin Warsh stellte mindestens eine Zinserhöhung für das laufende Jahr in Aussicht. Ein starker US-Dollar verteuert den Rohstoff für internationale Einkäufer. Dies bremst die Nachfrage auf dem Weltmarkt aus.
Zusätzlich sinken die Kosten für den Transport. Ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran trat am 18. Juni in Kraft. Die Straße von Hormus ist nun wieder offen. Das senkt die Gebühren für Fracht und Versicherung deutlich.
Rekordernte in Brasilien ante portas?
In Brasilien kommen die Farmer zügig voran. Bisher sind zwölf Prozent der Arabica-Flächen abgeerntet. Bei den Robusta-Bohnen liegt die Quote bereits bei 24 Prozent. Günstiges Wetter beschleunigt die Feldarbeiten im Süden des Landes.
Dennoch bleibt das Wetterrisiko durch El Niño bestehen. In Vietnam und Indonesien bedroht extreme Hitze die Pflanzen. In Brasilien hingegen drohen übermäßige Regenfälle. Die Feuchtigkeit kann Pilzerkrankungen fördern und die Qualität der Bohnen mindern.
Massive Kluft bei den Prognosen
Die Marktteilnehmer streiten über die kommenden Mengen. Die staatliche Behörde Conab erwartet 66,7 Millionen Säcke für die Saison 2026/27. Private Analysten wie StoneX halten dagegen eine Rekordproduktion von fast 76 Millionen Säcken für möglich.
Höhere Ernteschätzungen könnten einen massiven Angebotsüberschuss auslösen. Dieser läge bei rund zehn Millionen Säcken. Es wäre der höchste Wert seit sechs Jahren. Aktuell stützen nur die knappen Lagerbestände an der ICE von rund 435.000 Säcken den Kurs.
In der kommenden Woche rückt Vietnam ins Zentrum. Neue Exportdaten werden zeigen, wie stark El Niño die dortige Produktion wirklich trifft. Marktbeobachter achten besonders darauf, ob der Binnenmarkt trotz der Hitze stabil bleibt.
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