Kaffeepreis: Robusta-Bestände auf Zwei-Jahres-Tief

Starker Dollar drückt Kaffeepreis trotz knapper Lager und Logistikproblemen. Analysten erwarten anhaltende Volatilität.

Die Kernpunkte:
  • Arabica und Robusta geben nach
  • Dollar-Stärke belastet Rohstoffmärkte
  • Robusta-Bestände auf Zwei-Jahres-Tief
  • Gemischte Signale aus Vietnam und Brasilien

Der Kaffeepreis gerät unter Druck, obwohl die fundamentale Lage eng bleibt. Ein stärkerer US-Dollar traf die Notierungen am Dienstag, obwohl Logistikprobleme und knappe Lagerbestände den Markt weiter stützen. Das ist ein klassischer Fall von kurzfristigem Währungsdruck gegen knappe physische Ware.

Am Dienstag fiel Arabica für Juli um 0,76 Prozent auf rund 281,25 US-Cent je Pfund. Robusta gab an der ICE in London um 0,63 Prozent nach. Der Dollar-Index legte deutlich zu und machte in Greenbacks gehandelte Rohstoffe für Käufer außerhalb des Dollarraums teurer.

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Währung schlägt Angebot nur kurz

Der Rückgang wirkt auf den ersten Blick wie ein Bruch mit dem knappen Marktbild. Tatsächlich änderte sich an den Belastungsfaktoren wenig. Die Sperrung der Straße von Hormus verteuert Frachten, verlängert Transportwege und erhöht die Kosten für Versicherungen, Düngemittel und Treibstoffe.

Genau diese Zusatzkosten halten die Einstandspreise für Importeure und Röster hoch. Darum bleibt der Markt trotz des schwächeren Tagesverlaufs anfällig für neue Preisspitzen, sobald der Dollar etwas nachgibt oder die Lieferkette weiter belastet wird.

Lagerbestände bleiben knapp

Besonders eng ist die Versorgung an den überwachten Lagerplätzen. Die Robusta-Bestände fielen auf 3.664 Lots und damit auf ein neues Zwei-Jahres-Tief. Bei Arabica lagen die Bestände zuletzt bei 471.831 Säcken.

Diese Knappheit nimmt dem Markt den Puffer. Selbst wenn einzelne Exportmeldungen Entspannung signalisieren, reicht das derzeit nicht aus, um den strukturellen Engpass vollständig auszugleichen.

Gegensätzliche Signale aus den Anbauländern

Aus Vietnam kam zuletzt mehr Ware. Zwischen Januar und April stiegen die Exporte um 15,8 Prozent auf 810.000 Tonnen. Das spricht kurzfristig eher für Entlastung im Robusta-Segment.

Brasilien sendet dagegen ein schwächeres Bild. Im März sanken die Rohkaffee-Exporte um 10 Prozent auf 2,65 Millionen Säcke. Damit bleibt die Angebotslage uneinheitlich, was die Preisschwankungen verstärkt.

Der Markt sieht damit zwei Kräfte gleichzeitig. Auf der einen Seite steht der starke Dollar mit Druck auf die Notierungen. Auf der anderen Seite sorgen knappe Lager und teurere Transporte dafür, dass Rückschläge schnell begrenzt werden.

Am Markt rückt nun die brasilianische Ernte 2026/27 in den Blick. Die Coffee Trading Academy erwartet 71,4 Millionen Säcke und damit ein Plus von 12 Prozent. Sollte sich diese Prognose mit einer besseren Logistik verbinden, könnte der aktuelle Preisdruck nachlassen; bleibt die Versorgungskette aber angespannt, dürfte Kaffee weiter nervös handeln.

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