Kalray Aktie: 16,5-Prozent-Absturz auf 7,74 Euro
Die Aktie von Kalray verliert in einer Woche über 30 Prozent, bleibt aber dank operativer Stabilisierung und KI-Partnerschaften im Fokus.

- Wöchentlicher Kursverlust von über 30 Prozent
- Sorge vor Verwässerung durch Kapitalmaßnahmen
- Positive EBITDA- und Cashflow-Entwicklung
- KI-Kooperation mit Openchip verlängert
Kalray-Anleger erlebten eine bittere Handelswoche. Am Freitag sackte der Kurs des französischen Halbleiterspezialisten um 16,50 Prozent ab. Damit summieren sich die Verluste der letzten sieben Tage auf über 30 Prozent.
Trotz des jüngsten Einbruchs bleibt die Bilanz seit Jahresbeginn beeindruckend. Die Aktie notiert immer noch rund 530 Prozent über dem Wert vom Januar. Der aktuelle Kurs von 7,74 Euro markiert jedoch eine deutliche Korrektur vom Jahreshoch bei 15,78 Euro.
Marktbeobachter führen den Rückzug vor allem auf Sorgen vor einer Verwässerung zurück. Das Unternehmen kündigte Anfang Juni Kapitalmaßnahmen an. Solche Schritte lösen bei Investoren oft Verkaufsdruck aus, da der Wert der bestehenden Anteile sinkt.
Die technische Lage hat sich spürbar eingetrübt. Das Papier rutschte etwa 16 Prozent unter den 50-Tage-Durchschnitt von 9,29 Euro. Mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von 36,6 nähert sich der Titel allerdings einer überverkauften Zone.
Anleger blicken nun verstärkt auf die fundamentale Basis, um den fairen Wert der Firma zu bestimmen. Hier gibt es Lichtblicke.
Operative Stabilisierung im Fokus
Operativ zeigt Kalray Anzeichen einer Besserung. Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftete die Halbleitersparte ein positives EBITDA von 6,2 Millionen Euro. Erstmals seit längerer Zeit floss dem Unternehmen ein freier Cashflow von 2,3 Millionen Euro zu.
Ein wichtiger Pfeiler bleibt die Kooperation mit Openchip. Beide Partner verlängerten ihre Zusammenarbeit für Hochleistungsrechner und KI-Beschleuniger bis Mitte 2027. Kalray beendete außerdem die umstrittene Finanzierung über eine Equity-Line mit dem Partner IRIS.
Ausblick auf das Halbjahr
Die Geschäftsführung blickt optimistisch auf das laufende Jahr. Neue Verträge im Bereich der KI-Infrastruktur sollen für zweistelliges Umsatzwachstum sorgen. Im Juli veröffentlicht Kalray den Tätigkeitsbericht für das erste Halbjahr 2026.
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