Kalray Aktie: Verkauf der Ngenea-Sparte

Kalray verkauft Software-Sparte und fokussiert sich auf Hochleistungs-Chips für KI. Die Aktie reagiert mit deutlichem Kursplus.

Die Kernpunkte:
  • Verkauf der Datenbeschleunigungs-Sparte
  • Fokus auf DPU-Chip-Technologie
  • Erstmals positives EBITDA in 2025
  • Zweistelliges Umsatzwachstum geplant

Kalray krempelt das Geschäftsmodell um. Der französische Halbleiter-Entwickler stößt seine Software-Sparte ab, um sich ganz auf Hochleistungschips zu konzentrieren. An der Börse kommt dieser Fokus auf die künstliche Intelligenz (KI) gut an.

Das Papier gewinnt heute über sieben Prozent und notiert bei 8,70 Euro. Damit setzt die Aktie ihren außergewöhnlichen Lauf fort. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von rund 608 Prozent zu Buche.

Zuletzt korrigierte der Kurs allerdings. Vom Juni-Hoch bei 15,78 Euro ist der Wert fast 45 Prozent entfernt. Dennoch liegt der Preis weit über dem Tiefstand von 0,64 Euro aus dem November 2025.

Strategische Flucht nach vorn

Die Unternehmensführung hat sich für einen harten Schnitt entschieden. Kalray verkaufte die Sparte für Datenbeschleunigung inklusive der Produktlinie Ngenea. Das Ziel ist eine klare Positionierung als reiner Chip-Hersteller.

Im Zentrum stehen nun sogenannte Data Processing Units (DPU). Diese Spezialprozessoren steuern intensive Datenströme in Rechenzentren und industriellen Anlagen. Die hauseigene Architektur soll dabei eine hohe Rechenleistung bei gleichzeitig geringem Stromverbrauch garantieren.

Dieser Markt wächst rasant. Experten prognostizieren für die Halbleiterindustrie bis 2027 ein Volumen von über zwei Billionen Dollar. Kalray will sich mit seinen über 30 Patentfamilien ein Stück von diesem KI-Kuchen sichern.

Operative Wende geschafft

Finanziell trägt die neue Strategie bereits erste Früchte. Im Geschäftsjahr 2025 erreichte die Halbleiter-Sparte erstmals ein positives operatives Ergebnis (EBITDA). Die bereinigten Zahlen signalisieren eine deutliche Steigerung der Profitabilität.

Für das laufende Jahr 2026 plant das Management ein zweistelliges Umsatzwachstum. Parallel dazu soll sich die operative Marge weiter verbessern. Das Unternehmen nutzt den Rückenwind durch die weltweit hohe Nachfrage nach spezialisierter KI-Infrastruktur.

Kalray strebt eine führende Rolle bei der Beschleunigung von Rechenprozessen an. Erreicht das Unternehmen seine Wachstumsziele für 2026, festigt es seine Position im Halbleitermarkt nachhaltig. Anleger blicken nun gespannt auf die kommenden Berichte zum Geschäftsverlauf.

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