KAP Aktie: Teilverkauf erzwungen!
Die Industriegruppe KAP sichert sich mit einem 96-Millionen-Euro-Kredit Liquidität bis 2029, muss dafür jedoch hohe Zinsen zahlen und Teile ihres Unternehmensportfolios verkaufen.

- 96 Millionen Euro Refinanzierung bis 2029 gesichert
- Hohe Zinsmarge von 4,5 Prozent belastet Profitabilität
- Vertraglich verpflichtender Verkauf von Unternehmensbereichen
- Kreditgeber erhalten Kontrolle via Lenkungsausschuss und CRO
KAP sichert sich das finanzielle Überleben bis 2029, zahlt dafür aber einen hohen Preis. Die Industriegruppe hat ein Refinanzierungspaket über 96 Millionen Euro finalisiert, das mit drakonischen Auflagen verbunden ist.
Teure Liquidität bis 2029
Nach harten Verhandlungen mit den Banken steht das neue Finanzierungskonzept. Die Kreditgeber verlängern den Konsortialkredit um drei Jahre bis Ende März 2029. Diese Sicherheit lassen sie sich jedoch teuer bezahlen.
Zusätzlich zum Referenzzinssatz EURIBOR wird eine Marge von 4,5 Prozent fällig. Dieser Aufschlag spiegelt das angespannte Marktumfeld für Industrieholdings wider. Die Kostenstruktur dürfte die ohnehin belastete Profitabilität der Gruppe weiter unter Druck setzen.
Kontrolle durch die Banken
Die Kreditgeber fordern volle Transparenz und Kontrolle über den Sanierungsprozess. Ein Lenkungsausschuss überwacht künftig die Umsetzung des Sanierungsgutachtens. Indes ist die Ernennung eines Chief Restructuring Officers (CRO) vorgesehen, der den Umbau operativ steuern soll.
Ein zentraler Bestandteil der Vereinbarung ist die vertragliche Pflicht zum Verkauf von Unternehmensteilen. KAP muss definierte Vermögenswerte veräußern. Die Erlöse fließen dabei zwingend in die Tilgung des Kredits. Die Holding steht damit vor einer massiven Verschlankung ihres Portfolios.
Geschäftsbericht liefert Details
Während die Tochter Mehler derzeit auf Messen um Aufträge kämpft, warten Marktteilnehmer auf harte Fakten. Der vollständige Geschäftsbericht wird noch im April 2026 erwartet. Dieser wird zeigen, wie stabil die Ertragskraft in den Sparten flexible films und surface technologies tatsächlich ist.
Der Geschäftsbericht liefert die Grundlage für die anstehenden Verkaufsverhandlungen. Das Management muss nun zügig identifizieren, welche Segmente die nötigen Erlöse zur Schuldentilgung einbringen können.
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