Keel Aktie: 28 Prozent Wochenverlust nach Strategiewechsel

Keel Infrastructure verliert nach Strategiewechsel und Hauptsitzverlegung massiv an Börsenwert. Hohe Verluste belasten die Bilanz.

Die Kernpunkte:
  • Aktie verliert fast 30 Prozent in einer Woche
  • Frisches Kapital durch Wandelanleihe über 458 Millionen
  • Geplante Rechenzentren mit 2,2 Gigawatt Kapazität
  • Management muss auf Konferenz Überzeugungsarbeit leisten

Der Umbau vom Krypto-Miner Bitfarms zum KI-Infrastruktur-Spezialisten Keel Infrastructure verläuft holprig. Innerhalb einer Woche verlor das Papier fast 30 Prozent seines Wertes. Anleger reagieren skeptisch auf die hohen Verluste während der radikalen Neuausrichtung.

Tiefer Fall nach Strategiewechsel

Anfang Juli schloss die Aktie bei 4,59 US-Dollar. Das markiert einen Tagesverlust von fast 15 Prozent. Die Wochenbilanz rutschte damit um rund 28 Prozent ins Minus.

Parallel zur operativen Wende verlegte das Unternehmen seinen Hauptsitz in die USA. Seit Ende Juni gehört die Aktie zum Russell 3000 Index. Diese Aufnahme steigert üblicherweise die Sichtbarkeit bei institutionellen Investoren, konnte den Abwärtstrend jedoch nicht stoppen.

Frisches Kapital für die Expansion

Zur Finanzierung des Wachstums sicherte sich das Management 458 Millionen US-Dollar über eine Wandelanleihe. Diese läuft bis zum Jahr 2032. Der Zinssatz liegt bei 1,25 Prozent.

Der Wandlungspreis für die Anteile beträgt rund 7,41 US-Dollar. Das Geld soll vor allem in den Bau neuer Rechenzentren fließen. Keel benötigt diese Mittel dringend, um die Marktposition im Bereich Künstliche Intelligenz zu festigen.

Bisher belasten die Kosten der Neuausrichtung die Bilanz massiv. Die Nettomarge lag zuletzt bei minus 171 Prozent. Dennoch kommt das Unternehmen auf eine Marktkapitalisierung von etwa 3,25 Milliarden US-Dollar.

Pipeline unter Beobachtung

Die Kapazitäten der geplanten Projekte belaufen sich auf 2,2 Gigawatt. Diese will Keel nun sukzessive in feste Mietverträge überführen. Nur so lässt sich die hohe Bewertung und der teure Umbau langfristig rechtfertigen.

Im August präsentiert sich das Management auf der Needham AI Infrastructure Conference. Dort müssen die Verantwortlichen darlegen, wie schnell aus der gigantischen Pipeline reale Umsätze entstehen können. Davon wird abhängen, ob das Vertrauen der Aktionäre zurückkehrt.

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