Keel Aktie: 8,9-Prozent-Ausverkauf auf 4,25 Dollar
Keel Infrastructure verliert nach Quartalsbericht knapp neun Prozent. Hohe Verluste und Kapitalabfluss belasten die Aktie.

- Aktie verliert fast neun Prozent
- Nettoverlust von 145 Millionen Dollar
- Hoher Kapitalverbrauch pro Quartal
- Fehlende Großverträge mit Cloud-Anbietern
Keel Infrastructure steht am Scheideweg. Der radikale Umbau vom Bitcoin-Miner zum Dienstleister für Künstliche Intelligenz verschlingt Unmengen an Kapital. Anlegern geht derzeit die Geduld aus.
Technischer Druck nimmt zu
Die Aktie geriet am Montag massiv unter Druck. Das Papier verlor rund 8,9 Prozent an Wert. Aktuell notiert der Kurs in einer engen Spanne zwischen 4,23 und 4,25 US-Dollar.
Marktbeobachter sehen im Bereich von vier Dollar eine kritische Marke. Ein dauerhaftes Unterschreiten könnte den Abwärtstrend weiter beschleunigen. Vor wenigen Wochen notierte der Titel noch bei rund sechs Dollar. Die Umbenennung von Bitfarms in Keel Infrastructure sollte eigentlich Aufbruch signalisieren.
Hohe Verluste durch KI-Umbau
Die jüngsten Zahlen verdeutlichen die finanzielle Last dieser Transformation. Keel erwirtschaftete einen Quartalsumsatz von etwa 37 Millionen Dollar. Der Nettoverlust belief sich parallel dazu auf rund 145 Millionen Dollar.
Die Rentabilität bleibt das größte Problem. Die Eigenkapitalrendite liegt bei fast minus 30,2 Prozent. Das Management priorisiert den Aufbau riesiger Rechenzentren vor kurzfristigen Gewinnen. In der Bilanz stehen Cash-Reserven von 357 Millionen Dollar. Langfristige Schulden in Höhe von 573 Millionen Dollar belasten jedoch die Struktur.
Wettlauf gegen die Zeit
Der Kapitalabfluss ist besorgniserregend. Das Unternehmen verbrennt pro Quartal etwa 75 Millionen Dollar an freien Mitteln. Damit bleibt dem Management nur ein begrenztes Zeitfenster für den operativen Durchbruch.
CEO Ben Gagnon setzt auf neue Standorte in den USA und Kanada. Ziel ist die Vermietung von Rechenleistung für High-Performance-Computing. Bisher fehlen allerdings die großen Verträge mit namhaften Cloud-Anbietern.
Die Standorte Panther Creek und Sharon benötigen dringend feste Mietzusagen von Hyperscalern. Solche Verträge würden für stabilere Einnahmen sorgen. Bis dahin bleibt die Aktie ein spekulatives Investment mit hohem Kapitalbedarf.
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