Keine Fusion von Thyssenkrupp und Tata Steel

Der Deal zwischen Thyssenkrupp und Tata Steel scheint geplatzt. Das meldeten die Essener am Freitag. Und diese Neuigkeit schlug ordentlich ein, der Aktienkurs von Thyssenkrupp legte um mehr als 20 % zu.

Grund für das wahrscheinliche Scheitern sind die Wettbewerbsbedenken der Europäischen Kommission. Denn diese können einfach nicht ausgeräumt werden, obwohl Thyssenkrupp und Tata Steel "signifikante" Zusagen gemacht hätten. Weitere Nachbesserungen lehnen aber beide Unternehmen ab.

Neuaufstellung bei Thyssenkrupp

Damit muss sich Thyssenkrupp in Zukunft wieder neu aufstellen. Die geplante Aufspaltung in Industriegeschäft und Stahlhandel ist damit dann wohl auch Geschichte. Das Unternehmen erwägt jetzt den Börsengang der Aufzugsparte, um zu Geld zu kommen. Denn diese wird als Perle des Konzerns angesehen. Zudem ist ein neues Restrukturierungsprogramm in Planung.

Stellenstreichungen geplant

Dabei sollen ca. 6.000 Jobs in den kommenden 3 Jahren gestrichen werden, wie das Unternehmen meldete. Zweidrittel davon werden auf Deutschland entfallen und man will zudem die Verwaltungskosten deutlich senken. Betriebsbedingte Kündigungen können nicht ausgeschlossen werden, sagte Personalvorstand Oliver Burkhard.

Die Thyssenkrupp-Aktionäre feierten die Nachricht  der geplatzten Fusion mit einem Kursfeuerwerk von über 20 % Plus. Die Anteilseigner von Tata Steel waren enttäuscht. Die auch in London notierten Aktien des indischen Stahlherstellers fielen um 5 %.

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