Keine Insolvenz für A.T.U – Übernahme noch 2016

Die Verhandlungen über die Reduzierung der Mieten konnten für A.T.U am Donnerstag erfolgreich beendet werden. Die Gesprächspartner hatten sich wenige Stunden vor Ablauf der Frist  über die Höhe der Mieten geeinigt. Dies war eine wesentliche Bedingung des französischen Konzerns Mobivia für die Übernahme von A.T.U.

ATU_4c_Umform“Wir haben nun die Chance, im Schulterschluss mit unserem künftigen Eigentümer Mobivia Groupe den Weg zurück zu Wachstum und Profitabilität fortzusetzen”, teilte der Vorsitzende der ATU-Geschäftsführung, Jörn Werner, am Freitag im oberpfälzischen Weiden mit.

Die Franzosen hatten bereits im September einen Kaufvertrag unter Vorbehalt unterzeichnet. Knackpunkte in ihm waren allerdings die bisherigen hohen Mieten für die Werkstätten. Mobivia war zunächst nicht bereit, Mietverträge für knapp die Hälfte der rund 600 Niederlassungen zu übernehmen. Nach Unternehmenskreisen musste A.T.U für diese Filialen bis zu 12 Euro Miete pro Quadratmeter zahlen statt der marktüblichen 4 Euro.

Hohe Schulden belasten

Seit Jahren schon leidet A.T.U unter einem hohen Schuldenberg. Dieser wurde ihm durch die Private Equity-Unternehmen aufgebrummt, die Eigentümer der Kette sind. Außerdem belastend der Trend zu Markenwerkstätten und zahlreiche Management-Wechseln den Konzern. Die Kette betreibt 577 Autowerkstätten in Deutschland und weitere in 25 in Österreich sowie sechs in der Schweiz und kam im Geschäftsjahr 2015/2016 (30. Juni) auf einen Umsatz von rund 1 Mrd. Euro.

Nun soll die Übernahme der Werkstätten mit den rund 10.000 Beschäftigten noch in diesem Jahr über die Bühne gehen. Die französische Werkstattkette Mobivia ist nach eigenen Angaben mit rund 11.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 1,76 Mrd. Euro Marktführer in Europa. In Deutschland ist der Konzern bisher noch nicht vertreten.

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