Keysight Aktie: KI-Validierung mit University of York

Keysight entwickelt mit der University of York Prüfmethoden für sichere KI in softwaredefinierten Fahrzeugen und erweitert seine Technologielösungen.

Die Kernpunkte:
  • Forschungskooperation zur KI-Absicherung gestartet
  • Sicherheitsnachweise für softwaredefinierte Fahrzeuge
  • Neue PNT-Lösungen ab 14. September
  • Aktie seit Jahresbeginn 62 Prozent höher

Keysight Technologies verstärkt seine Aktivitäten im Bereich der Validierung künstlicher Intelligenz (KI). Das Unternehmen hat eine Forschungskooperation mit dem Centre for Assuring Autonomy (CfAA) der University of York gestartet, um die Sicherheit von KI-Systemen in softwaredefinierten Fahrzeugen (SDVs) maßgeblich zu verbessern.

Ziel dieser Partnerschaft ist es, praxisnahe Methoden zur Validierung komplexer Systeme zu entwickeln und belastbare Sicherheitsnachweise zu erzeugen.

Die Ergebnisse dieser Forschung sollen unmittelbar in den „Keysight AI Software Integrity Builder“ einfließen. Dabei wird insbesondere die Einhaltung des Standards ISO/PAS 8800 angestrebt. Die Kooperation unterstreicht die wachsende Bedeutung von Test- und Emulationslösungen in einer Automobilindustrie, die sich zunehmend von der Hardware hin zu softwaregetriebenen Funktionen und autonomen Fahrassistenten entwickelt.

Globale Expansion und technologische Schwerpunkte

Neben der Sicherheit im Automobilsektor treibt Keysight seine globalen Wachstumspläne voran. Auf dem „Keysight World Tech Day“ in Bengaluru betonte Sadaf Siddiqui, Director of Marketing bei Keysight, die zentrale Rolle des Unternehmens für Indiens Ambitionen in den Bereichen 6G, KI und Halbleiter.

Indien wandelt sich nach Einschätzung des Unternehmens derzeit von einem reinen Technologie-Anwender zu einem eigenständigen Entwickler. Keysight fokussiert sich in dieser Region auf strategische Segmente wie die Quantentechnologie und die nächste Mobilfunkgeneration.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Präzision von Navigationssystemen für autonome Anwendungen. Das Unternehmen kündigte an, ab dem 14. September auf der Fachmesse ION GNSS+ 2026 in Orlando erweiterte Fähigkeiten im Bereich Positioning, Navigation, and Timing (PNT) vorzustellen.

In Zusammenarbeit mit Spirent werden dort Lösungen für Sensorfusion und System-of-Systems-Tests demonstriert, die Feldtests effizient in Laborumgebungen übertragen können.

Analysteneinschätzung und Marktentwicklung

Medienberichten zufolge wird die Aktie trotz der jüngsten technologischen Fortschritte als unterbewertet eingestuft. Während das Papier am Samstag an den US-Börsen bei rund 327 US-Dollar notierte, liegt der geschätzte faire Wert bei 415,08 US-Dollar. Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 43,6 wird dabei ins Verhältnis zur US-Elektronikindustrie gesetzt, die im Schnitt ein KGV von 29,8 aufweist.

Experten sehen in der spezialisierten Rolle von Keysight als Anbieter von Testumgebungen einen wesentlichen Treiber für künftige Bewertungsspielräume.

An der Börse zeigt der Wert eine dynamische Entwicklung. Mit einem aktuellen Kurs von 283,65 € setzt das Unternehmen seinen langfristigen Aufwärtstrend fort. Seit Jahresbeginn konnte das Papier bereits um 62 % zulegen.

Trotz dieser starken Performance besteht weiterhin Abstand zu den bisherigen Höchstständen: Die Aktie notiert derzeit etwa 14 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 328,15 €. Anleger achten nun darauf, ob die neuen Kooperationen im KI-Bereich ausreichen, um den Titel wieder in Richtung dieser Rekordmarken zu führen.

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