Kion Group: Die Aktie auf der Suche nach ihrem Boden

Was die Aktionäre von Kion seit Ende letzten Jahres bei der Aktienentwicklung erlebten, ist erschreckend und macht wenig Mut für die weitere Zukunft. Mit Beginn der Ukraine-Krise verschärfte sich der Abwärtstrend. Regelrecht zusammengebrochen ist die Aktie durch die Mitte September mitgeteilte Gewinnwarnung. Seit dem Hoch von 100 Euro ist sie um 80 % eingebrochen und notiert aktuell bei 20,89 Euro. Was kann jetzt noch kommen?

Höhere Kosten und Lieferkettenprobleme führten zur Gewinnwarnung

Die Ampel war zu Beginn des Jahres auf Grün gestellt, auch die Entwicklung der Geschäftszahlen ist nicht so schlecht. Problematisch sind die Aussichten für das restliche Geschäftsjahr. Die Jahresprognose, insbesondere beim Gewinn, kann wahrscheinlich nicht mehr erreicht werden. Die gestiegenen Kosten für Material und Logistik können nur bedingt an Kunden weitergegeben werden. Viele Kundenbestellungen sind mit einem Festpreis versehen, bis diese abgearbeitet sind, dürfte noch eine Zeitlang dauern.

Im ersten Halbjahr zeigt sich bereits der Rückgang beim Gewinn. Das bereinigte EBIT mit 311,7 Mio. Euro lag deutlich unter dem Vorjahreswert von 462 Mio. Euro. Beim Umsatz dagegen konnte ein Zuwachs von 11 % auf 5,53 Mrd. Euro ausgewiesen werden. Dieses Missverhältnis Umsatz zu Ertrag zeigt die eigentliche Problematik von Kion.

Spannend werden die Geschäftszahlen für das dritte Quartal. Hier zeigt sich, ob der Gewinnrückgang gestoppt werden kann.

Was sollen Anleger machen?

Soll man nun bei dem niedrigen Kurs kaufen oder doch noch warten? Auch wenn der Chartverlauf glauben lässt, dass die Aktie günstig ist, sollten Anleger vorläufig noch abwarten. Erst sollte eine Bodenbildung einsetzen. Danach können, je nach Geschäftszahlenentwicklung, Chancen auf eine Kurssteigerung eintreten.

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