Kion platziert erfolgreich erstmalig Schuldscheindarlehen

Seit gut zwei Jahren stehen Schuldscheindarlehen bei vor allem mittelständisch geprägten Unternehmen in Deutschland hoch im Kurs. Dies resultiert aus dem faktischen Scheitern des Mittelstands-Anleihenmarktes. So nutzen viele Unternehmen mit starken Fundamentaldaten die Möglichkeit alternativer Refinanzierungen.

So auch der Gabelstapler-Hersteller Kion. Das Unternehmen hat erstmals ein Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen von 958 Millionen Euro platzieren können. Das Darlehen selbst ist in Tranchen mit verschiedenen Laufzeiten bzw. fester und variabler Verzinsung aufgeteilt. Der Platzierungs-Erlös soll zur Refinanzierung eines Brückenkredits genutzt werden, den das Unternehmen für die Finanzierung der Übernahme des US-Automatisierungsspezialisten Dematic aufgenommen hatte.

Schuldscheindarlehen sind nicht börsennotiert, sondern werden üblicherweise bei großen institutionellen Investoren platziert. Dieses Finanzierungsinstrument verschafft den Emittenten oftmals attraktivere Konditionen, wobei gerade im deutschen Mittelstand auch das Börsenrisiko wegfällt. Investoren profitieren von direkteren Verbindungen zum Emittenten und entsprechenden Besicherungen und umgehen damit mögliche Risiken, beispielsweise bei der Marktliquidität.

Die Aktie von Kion kann heute deutlich hinzugewinnen, weil der Gabelstapler-Hersteller damit bei der weiteren Refinanzierung des angesprochenen Kredites über insgesamt 3 Milliarden Euro ein gutes Stück vorankommt.

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