Kioxia Aktie: Produktion 2026 komplett ausverkauft
Kioxia meldet volle Auftragsbücher und eine neue Speichergeneration für KI-Rechenzentren. Die Aktie legt deutlich zu.

- Auftragsbücher für 2026 komplett gefüllt
- Neue 3D-NAND-Chips mit 332 Schichten
- Datenrate steigt um ein Drittel
- Kurs legt um 18 Prozent zu
In Asien grassiert die Angst vor Überkapazitäten bei KI-Chips. Konkurrenten wie Samsung und SK Hynix verbuchten am Freitag herbe Verluste. Kioxia hingegen ignoriert die Branchenschwäche komplett. Die Aktie des japanischen Speicherherstellers schoss um gut 18 Prozent nach oben. Der Grund für die Rally ist simpel: Die Auftragsbücher sind randvoll.
Neue Speicher für Rechenzentren
Kioxia liefert ab sofort erste Testexemplare seiner zehnten Speichergeneration aus. Die neuen 3D-NAND-Chips zielen direkt auf das lukrative Segment der KI-Rechenzentren ab. Sie besitzen 332 Speicherschichten. Diese Architektur bringt Serverbetreibern einen massiven Leistungssprung.
Im Vergleich zum Vorgänger steigt die Datenrate um ein Drittel auf 4,8 Gigabit pro Sekunde. Parallel dazu sinkt der Stromverbrauch beim Lesen um 30 Prozent. Die Datendichte erhöht sich spürbar. Kurz gesagt: ein massiver Effizienzgewinn.
Volle Auslastung im Werk Kitakami
Die Produktion läuft in der hochmodernen Anlage im japanischen Kitakami. Kioxia betreibt das Werk gemeinsam mit dem Partner Western Digital. CEO Hiroo Ota will die Fabrik nun zügig erweitern. Kein Wunder. Die gesamten Fertigungslinien für Speichermodule sind für das Jahr 2026 bereits komplett ausverkauft.
Das Management blickt deshalb weit voraus. Aktuell prüft der Vorstand den Bau eines dritten Werks am Standort. Der Neubau soll die Produktionskapazität bis 2029 verdoppeln. Bis zur Massenfertigung der neuen KI-Chips im Jahr 2027 fährt Kioxia zweigleisig. Die ältere Generation bedient weiterhin preissensible Kunden.
Kursrally und Gewinnsprung
Die Börse feiert diese Aussichten. Die Aktie kletterte am Freitag auf 454,95 Euro. Damit erholte sich das Papier stark von anfänglichen Schwankungen. Der Abstand zum Rekordhoch von Ende Juni schmilzt auf rund zwölf Prozent. Vom Jahrestief bei 95,00 Euro hat sich der Kurs ohnehin meilenweit entfernt.
Für das abgelaufene Frühjahrsquartal erwartet Kioxia einen 47-fachen Gewinnsprung. Der treibende Faktor bleibt der ungestillte Hunger nach KI-Infrastruktur. Im Frühjahr 2027 steht dann der nächste strategische Schritt an. Der Konzern plant einen Aktiensplit und will erstmals amerikanische Hinterlegungsscheine in den USA platzieren.
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