Kioxia Aktie: Toshiba reduziert Anteil auf 12,84 Prozent

Toshiba verkaufte Kioxia-Aktien für rund 360 Milliarden Yen. Zugleich prüft der Speicherchipkonzern eine US-Notierung mit offenem Zeitplan.

Die Kernpunkte:
  • Toshiba senkt Kioxia-Beteiligung auf 12,84 Prozent
  • Verkauf bringt rund 360 Milliarden Yen
  • Kioxia begrenzt mögliche Speicherpreissteigerungen
  • US-Notierung mit offenem Zeitplan vorbereitet

Einer Meldung an das japanische Kanto Local Finance Bureau zufolge hat Toshiba seinen Anteil an Kioxia Holdings verringert. Die Beteiligung sank am 14. September von 14,06 Prozent auf 12,84 Prozent. Durch die Veräußerung dieses Pakets von 1,22 Prozentpunkten erlöste Toshiba rund 360 Milliarden Yen. Der Schritt bringt Bewegung in die Eigentümerstruktur des Speicherchipherstellers.

An den Märkten wird die Positionierung des Konzerns aufmerksam verfolgt. Vorbörslich steht der Kurs bei 321,95 Euro, womit die Aktie 48 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 621,00 Euro notiert.

Zurückhaltung bei Preisen und Partnerschaften

Unternehmenschef Hiroo Ota erläuterte am 9. September gegenüber Bloomberg die Prioritäten des Halbleiterkonzerns. Kioxia strebe demnach an, weitere Anstiege bei den Speicherpreisen zu begrenzen. Ota begründete diesen Kurs damit, die langfristige Nachfrage nach Hardware für Anwendungen der künstlichen Intelligenz nicht zu gefährden.

Parallel dazu erteilte der CEO Spekulationen über eine engere Kooperation mit Wettbewerbern eine Absage. Eine Vertiefung der Beziehungen zum Anteilseigner SK hynix wies Ota zurück. Kioxia setzt damit im Speichersegment auf eine eigenständige Linie.

Internationale Kapitalpläne

Zusätzliche Bewegung zeichnet sich bei den Finanzierungsplänen ab. Kioxia bestätigte Vorbereitungen für die Notierung von American Depositary Shares an einer US-Börse. Das Unternehmen betonte dabei, dass der Zeitplan, der Handelsplatz sowie die Notierungsmethode offenbleiben und das Vorhaben abhängig von den Rahmenbedingungen abgebrochen werden könnte.

Medienberichten zufolge, die sich auf Reuters und Bloomberg stützen, erwägt das Management bei einem Börsengang im kommenden Jahr ein Volumen von mindestens 10 Milliarden US-Dollar. Vorläufige Gespräche über die Transaktion fanden demnach mit Bank of America, Goldman Sachs und JPMorgan statt.

Nach Einschätzung von Voya Investment Management könnte ein solcher Börsenschritt das Unternehmen wieder verstärkt in den Fokus globaler Investoren rücken; diese Einschätzung teilte der Manager des mit 14 Milliarden US-Dollar dotierten KI-Fonds des Hauses.

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