KLA-Tencor Aktie: Cantor Fitzgerald sieht 325 Dollar
KLA-Tencor übertrifft mit starken Quartalszahlen die Erwartungen und profitiert vom KI-Boom. Trotz jüngster Kursverluste bleibt die Prognose für das September-Quartal optimistisch.

- Umsatzplus von 15,2 Prozent
- Optimistische Prognose für September
- Starke Call-Optionen-Aktivität
- Analysten sehen Kurspotenzial
Die Aktie von KLA-Tencor verzeichnet am heutigen Dienstag einen Kursanstieg von 2,92 % auf 163,04 Euro. Damit zeigt das Papier Anzeichen einer Stabilisierung, nachdem es in den vergangenen Wochen deutlich unter Druck geraten war. Trotz der heutigen Erholung weist die Performance der letzten 30 Tage noch immer ein Minus von 20,08 % auf. Das Unternehmen, das eine führende Rolle im Bereich der Prozesskontrolle für die Halbleiterindustrie einnimmt, profitiert derzeit von der anhaltenden Nachfrage nach Hardware für künstliche Intelligenz (KI).
Wachstum durch Halbleiter-Inspektion und KI
KLA hat jüngst die Zahlen für das abgelaufene Quartal vorgelegt. Der Umsatz stieg im Vorjahresvergleich um 15,2 % auf 3,66 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Markterwartungen. Der Gewinn pro Aktie (EPS) lag bei 1,05 US-Dollar. CEO Rick Wallace sieht das Unternehmen in einer starken Position, um vom Ausbau der KI-Infrastruktur und dem Trend zu fortschrittlichen Gehäusetechnologien (Advanced Packaging) zu profitieren. In diesem Segment rechnet das Management für das Jahr 2026 mit einem Wachstum von 70 %.
Für das kommende September-Quartal gab das Unternehmen eine optimistische Prognose ab. KLA peilt einen Umsatz von rund 4,0 Milliarden US-Dollar an. Der Gewinn pro Aktie soll in einer Spanne zwischen 1,06 und 1,26 US-Dollar liegen. Ein wichtiger Wachstumstreiber bleibt der Markt für Wafer-Inspektion, in dem das Unternehmen einen weltweiten Marktanteil von 50 % bis 60 % hält. Laut Unternehmensführung sorgt die zunehmende Komplexität in der Chipfertigung für einen tiefen Wettbewerbsgraben.
Optimismus am Optionsmarkt trotz Kursverlusten
Während der Aktienkurs in den letzten Wochen korrigierte, häuften sich am gestrigen Montag Anzeichen für eine bullische Stimmung unter spekulativen Anlegern. Es wurden 13.127 Call-Optionen gehandelt, was etwa 48 % über dem durchschnittlichen täglichen Volumen lag. Solche Wetten auf steigende Kurse spiegeln häufig die Erwartung einer kurzfristigen Bodenbildung wider.
Auch die Analystenzunft bewertet die Aussichten des Halbleiterausrüsters mehrheitlich positiv. Die Analysten von JPMorgan haben ein Kursziel von 238 US-Dollar ausgegeben. Deutlich optimistischer zeigt sich das Analysehaus Cantor Fitzgerald, das ein Ziel von 325 US-Dollar für die kommenden zwölf Monate ausruft. Dies würde ein erhebliches Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Niveau bedeuten. Der breite Konsens der Analysten liegt derzeit bei einem Zielwert von 223,70 US-Dollar.
Insider-Transaktionen und China-Risiken
Auf der Führungsebene gab es zuletzt Bewegungen im Aktienregister. CEO Rick Wallace wurden am Samstag und am gestrigen Montag insgesamt rund 32.653 Aktien im Rahmen von Steuereinbehalten bei der Zuteilung von Aktieneinheiten (RSUs) verbucht. Diese Transaktionen erfolgten zu einem Kurs von 182,82 US-Dollar. Bereits Anfang Juli hatten CFO Bren Higgins und EVP Mary Beth Wilkinson Anteile im Wert von mehreren Millionen US-Dollar veräußert, als der Kurs noch deutlich über der 260-Dollar-Marke notierte.
Ein Unsicherheitsfaktor bleibt das Geschäft in China. Im Geschäftsjahr 2026 erwirtschaftete KLA dort einen Umsatz von 4,04 Milliarden US-Dollar. Verschärfte Exportkontrollen durch die US-Behörden (BIS-Regeln) könnten dieses Segment belasten. Zudem drücken steigende Kosten im Speicherbereich auf die Profitabilität. Laut CFO Bren Higgins belasten die Memory-Kosten die Bruttomarge aktuell mit mehr als 100 Basispunkten. Dennoch bleibt die Marktpositionierung bei Hochleistungschips für Rechenzentren der zentrale Ankerpunkt für die künftige Entwicklung.
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