Klarna Aktie: Wachstum unter Beweis
Klarna meldet erstmals einen Milliarden-Umsatz und starkes US-Wachstum, doch der Aktienkurs notiert weit unter dem Jahreshoch. Die Marktbewertung steht im Fokus.

- Erstes Quartal mit Umsatz über einer Milliarde Dollar
- US-Geschäft wächst um 58 Prozent im vierten Quartal
- Urteil in Milliarden-Klage gegen Google steht bevor
- Aktienkurs deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch
Klarnas erstes Milliarden-Quartal, ein US-Markt mit 58 Prozent Wachstum, ein milliardenschweres Kapitalrahmenwerk — und trotzdem notiert die Aktie rund 70 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Der Markt zweifelt offenbar daran, dass Wachstum allein die Bewertung rechtfertigt.
Starke Zahlen, schwache Kursentwicklung
Das vierte Quartal 2025 war für Klarna ein Meilenstein: Erstmals überschritt der Umsatz die Milliarden-Dollar-Marke — 1,082 Milliarden Dollar, ein Plus von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr, und besser als die eigene Prognose. Der Gesamtumsatz 2025 stieg auf 3,5 Milliarden Dollar, das Bruttowarenvolumen auf 127,9 Milliarden Dollar.
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Besonders auffällig ist das US-Geschäft. Der Umsatz legte dort im vierten Quartal um 58 Prozent zu. Inzwischen nutzen 29 Millionen Amerikaner — rund elf Prozent der erwachsenen Bevölkerung — Klarnas Dienste. Das ist die Grundlage, auf der Analysten ihre positive Haltung stützen: BofA Securities startete die Abdeckung mit einem Kaufvotum und einem Kursziel von 21 Dollar, Morgan Stanley bekräftigte seine Einschätzung mit einem Ziel von 16 Dollar.
Kapitalstruktur und der Google-Faktor
Um das Wachstum zu finanzieren, ohne die eigene Bilanz proportional aufzublähen, setzt Klarna auf strukturierte Finanzierungen. Anfang April schloss das Unternehmen eine sogenannte Significant Risk Transfer-Transaktion über 1,7 Milliarden Dollar ab. Zusammen mit einer früheren Vereinbarung mit Elliott Investment Management schafft das eine Kreditkapazität von mehr als 40 Milliarden Dollar.
Ein weiterer Faktor rückt in wenigen Tagen in den Vordergrund: Am 15. April erwartet das schwedische Patent- und Marktgericht sein Urteil im Kartellschadensverfahren von Klarnas Tochter PriceRunner gegen Google. Die Forderung beläuft sich auf rund 8,3 Milliarden Dollar — die größte zivilrechtliche Schadensersatzklage, die je vor einem schwedischen Gericht eingereicht wurde. PriceRunner hat allerdings darauf hingewiesen, dass ein möglicher Zuspruch durch Googles Berufung, Aufteilungsvereinbarungen mit früheren Aktionären und Steuern erheblich geschmälert werden könnte.
Rentabilität als offene Rechnung
Für 2026 erwartet Klarna weiteres Umsatz- und Volumenwachstum im Tempo von 2025, mit einer bereinigten operativen Marge von über 6,9 Prozent. CEO Sebastian Siemiatkowski hat das Ziel formuliert, Klarna zu einer der großen Retailbanken der Welt zu machen — inklusive Ausbau von Bankprodukten und verbesserter Transaktionsmarge ab dem zweiten Halbjahr.
Das negative EPS von -0,79 Dollar zeigt jedoch, dass der Weg zur nachhaltigen Profitabilität noch nicht abgeschlossen ist. Mit dem Google-Urteil am 15. April und den Quartalszahlen für Q1 2026 am 3. Juni stehen in den kommenden Wochen zwei konkrete Datenpunkte an, die das Bild deutlich klarer zeichnen dürften.
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